Florian Blumers Krimidebüt «Mordsmusik» verkaufte sich 1771 Mal und erreichte Platz eins der Basler Bücherliste. Der Autor nutzte gezieltes Marketing: Er bezog die Bücher für Vernissage und Lesungen bei Bider & Tanner, was den frühen Listenerfolg begünstigte. Ein Crowdfunding erbrachte mit 9665 Franken fast das Dreifache der Zielsumme. Blumer sicherte sich vor dem Schreiben die Publikationszusage des Reinhardt-Verlags, der einen Ersatz für die Frühlingsausgabe suchte. Mit dem Verleger wettete er um ein Essen, ob der Krimi veröffentlicht werde – Blumer gewann. Der Autor betont, dass er mit 67 Jahren nicht ins Blaue schreiben wolle. Der finanzielle Ertrag sei mit rund zehn Prozent vom Verkaufserlös symbolisch. Anders als sein erfolgloses Theaterstück «Gamer» profitierte der Krimi von strategischer Planung und Branchenkenntnis.