Zum Inhalt springen

Devisen: US-Dollar kann Gewinne verteidigen

Prometheus Redaktion

Zürich – Während an den Aktie- und Rohstoffmärkten die Eskalation im Nahostkonflikt zum Teil deutliche Spuren hinterlässt, zeigt sich der Devisenmarkt zum Wochenstart vergleichsweise ruhig. Der US-Dollar kann seine Gewinne vom vergangenen Freitag weitestgehend halten. Am Freitag hatte ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht die US-Zinsspekulationen angeheizt und damit dem Greenback Auftrieb gegeben. Eine Erhöhung durch das Fed im Dezember sei nun vollständig eskomptiert, heisst es bei der Helaba in einem Morgenkommentar. Das Dollar/Franken-Paar notiert aktuell bei 0,7966 und damit kaum verändert seit Freitagabend. Gegenüber Freitagmorgen bedeutet dies aber einen Anstieg um knapp einen Rappen. Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich gegenüber dem Dollar seit Freitagabend ebenfalls kaum bewegt, wie der Kurs von 1,1533 zeigt. Am Freitagmorgen wiederum hatte das Euro/Dollar-Paar noch jenseits der 1,16er Marke gestanden. Das Euro/Franken-Paar geht aktuell zu 0,9187 um, was etwas höher ist als am Freitagabend. Im weiteren Wochenverlauf dürfte dann die EZB die erste unter den grossen Notenbanken sein, die auf den Energiepreisschock durch den Ausbruch des Iran-Krieges reagieren und ihre Zinsen erhöhen wird, schreiben die Devisenexperten der Commerzbank. «Der Schritt ist lange vorbereitet und dürfte für kaum Überraschung sorgen.» Bis Ende der nächsten Woche stehen dann noch weitere wichtige Zentralbanken an, darunter auch die US-Notenbank und die SNB – beide aber erst in der kommenden Woche. Während die EZB also schon diese Woche handeln dürfte, wird von der US-Fed nichts erwartet. Bei den US-Währungshütern haben Zinserhöhungserwartungen erst kürzlich, und insbesondere seit Freitag mit der Veröffentlichung eines starken Arbeitsmarktberichts, deutlich Auftrieb erhalten. Allerdings dürfte ein solcher Schritt erst zum Jahresende stattfinden, so die aktuelle Markterwartung. (awp/mc/ps)

www.moneycab.com

Zum Originalartikel