Zwischen Hardplatz, Quartier und Fussballkultur entsteht ein Kampagnenvideo, das die Identität von Neuf Zürich sichtbar macht. Im Zentrum stehen nicht nur zwei neue Trikots, sondern die Geschichten, Erinnerungen und Werte, die hinter uns stehen. 9️⃣ S’Projekt Mit diesem Projekt produziere ich das Kampagnenvideo zum neuesten Drop von Neuf Zürich, einem Zürcher Kollektiv, dessen Teil ich selbst bin. Im Fokus stehen zwei selbst designte Fussballshirts, die nicht nur als Kleidungsstücke funktionieren sollen, sondern als Ausdruck unserer Herkunft, unserer Kindheit und unserer Beziehung zum Kreis 9. Das Video soll sich nicht wie klassische Werbung anfühlen. Vielmehr möchte ich eine rohe, emotionale und lokale Atmosphäre erschaffen, die unsere Realität widerspiegelt. Fussball dient dabei als zentrales Element, um Gemeinschaft, Identität und Jugendkultur sichtbar zu machen. Gedreht wird hauptsächlich auf dem Hardplatz, sowie in der BrockiGarage in Zürich. Ursprünglich war nur der Utogrund als Hauptlocation geplant. Aufgrund der Wetterbedingungen mussten wir das Shooting jedoch kurzfristig um einen Tag verschieben. Im Video zeigen wir zwei Protagonist:innen, die Fussball spielen und sich gleichzeitig im sozialen Umfeld des Quartiers bewegen. Neben sportlichen Szenen integriere ich bewusst Alltagsmomente wie Grillieren, gemeinsames Rumhängen oder Haareschneiden, um den Community-Aspekt von Neuf Zürich hervorzuheben. Visuell nehme ich starken Bezug auf das Videospiel «FIFA» von EA Sports, das meine Kindheit und die meines Umfelds stark geprägt hat. Durch Greenscreen-Aufnahmen und 2D-Animationen entstehen Intro-Sequenzen und grafische Elemente, die an FIFA erinnern, ohne bestehende Designs direkt zu kopieren. Das Ziel des Projekts ist es, ein authentisches Stück Zürcher Jugend- und Fussballkultur festzuhalten und gleichzeitig den neuen Drop von Neuf Zürich zu inszenieren. D’Projektorganisation Ich übernehme die Projektleitung, die Organisation sowie den Schnitt des Videos. Die Creative Direction entwickle ich gemeinsam mit Liam, da wir diese Rolle generell innerhalb von Neuf Zürich verantworten. Für den Videodreh erstellte ich eine detaillierte Shootlist, die sich erneut als wichtig erwies. Dadurch konnten wir die einzelnen Szenen und Kameraeinstellungen bereits im Voraus durchdenken und wussten am Drehtag genau, welche Bilder wir benötigen. Dies erleichterte die Kommunikation innerhalb des Teams und half dabei, die verfügbare Zeit effizient zu nutzen. Für das ergänzende Fotoshooting erarbeiteten wir zusätzlich ein Moodboard, um einen konsistenten visuellen Stil sicherzustellen. Die Kameraführung übernimmt Nino, ebenfalls Teil des Kollektivs. Beim Color Grading arbeiten wir gemeinsam an einem konsistenten visuellen Look. Für die musikalische Ebene verwende ich einen Track von Zairandy aus Basel, dessen Sound die rohe und emotionale Atmosphäre des Projekts unterstützt. Die Musikrechte haben wir auch. Ein wichtiger organisatorischer Teil des Projekts war zudem die Koordination der Drehbewilligungen. Die ursprünglich von der Stadtpolizei Zürich ausgestellte Bewilligung erwies sich kurzfristig als nicht korrekt, da sich die Location auf einem Gelände des Sportamts und nicht auf öffentlichem städtischem Grund befindet. Deshalb musste ich sehr spontan eine neue Bewilligung beim Sportamt einreichen. Dieser Prozess zeigte mir, wie wichtig genaue Abklärungen und flexible Kommunikation in der Produktionsplanung sind und gehört für mich ebenfalls zum Learning des Projekts. NEUF ÜBERALL! Learnings Eine zentrale Herausforderung war die Koordination aller beteiligten Personen am Drehtag. Neben den beiden Hauptprotagonist:innen wirkten rund zehn Statist:innen bei den Fussballszenen mit, während parallel weitere Szenen rund um das Grillieren und Haareschneiden umgesetzt wurden. Die Organisation der verschiedenen Gruppen, Abläufe und Drehorte erforderte eine präzise Planung sowie klare Kommunikation vor Ort. Zusätzlich standen wir unter erheblichem Zeitdruck. Laut Wetterprognose war für 16:30 Uhr starker Regen angekündigt, weshalb wir den Drehtag möglichst effizient gestalten mussten. Glücklicherweise konnten wir die letzten Einstellungen bereits um 16:15 Uhr abschliessen und dem Wetter somit knapp entkommen. Diese Situation zeigte mir, wie wichtig eine gute Vorbereitung, Flexibilität und ein realistisches Zeitmanagement bei Aussenproduktionen sind. Eine weitere Herausforderung stellte die kurzfristige Problematik rund um die Drehbewilligung dar. Die ursprünglich von der Stadtpolizei Zürich ausgestellte Bewilligung erwies sich als nicht ausreichend, da sich die Location auf einem Gelände des Sportamts und nicht auf öffentlichem städtischem Grund befindet. Die Zuständigkeiten wurden mir dabei zunächst nicht korrekt kommuniziert, wodurch ich kurzfristig eine zusätzliche Bewilligung beim Sportamt organisieren musste. Rückblickend hätte ich mir seitens der zuständigen Stellen eine präzisere und verantwortungsbewusstere Kommunikation gewünscht. Gleichzeitig hat mir diese Situation aufgezeigt, wie wichtig es ist, behördliche Prozesse frühzeitig und eigenständig zu überprüfen, selbst wenn bereits eine Bewilligung vorliegt. Insgesamt hat mir das Projekt verdeutlicht, dass erfolgreiche Produktionen nicht nur von kreativen Ideen abhängen, sondern ebenso von Organisation, Kommunikation und der Fähigkeit, auf unvorhergesehene Situationen schnell zu reagieren.