6.6.2026 Franke ist ein Modellbetrieb. Patron Michael Franke hat die Küchenbauerin mit 7’500 Mitarbeitern weltweit zu eindrücklicher Marktmacht getrieben. Sein Sohn Alexander, 42, hatte von ihm 2023 das Kommando übernommen. Jetzt ist es zum grossen Unglück gekommen. Alex Pieper verstarb am Samstag in den USA. Herzversagen. Die Nachricht machte gestern in Schweizer Kreisen die Runde. „Wir sind geschockt“, bestätigte soeben eine Franke-Sprecherin am Telefon die Tragödie. „Jetzt sind wir in der Trauerphase, wir können noch nicht sagen, wie es weitergeht.“ Das Unglück hat unabsehbare Folgen für Franke mit Sitz im aargauische Aarburg, die Tausenden von Mitarbeitern, die jährlich 2 Milliarden Umsatz erwirtschaften, und die Pieper-Familienholding namens Artemis. Das ist die Besitzerin der Franke Gruppe, sie hält neben 100 Prozent der Küchenbauerin auch ein grosses Immobilien-Portefeuille sowie Anteile an Industriefirmen wie Autoneum, Forbo und Arbonia sowie an der Bergos Bank. Alex Pieper, wie ihn alle nennen, war von Vater Pieper auserkoren worden, den Franke-Teil des umfassenden Familien-Silbers allein zu erben. Schwester Nina, Vize-VR der Artemis, soll mit anderen Assets beglückt werden, meinte Michael Pieper vor 5 Jahren in der „Bilanz“. Beim Verstorbenen handelte es sich um einen engagierten Geschäftsmann, der innerhalb der Franke viele operative Aufgaben erfüllt hatte. 2018 stiess er dann in den Verwaltungsrat der Franke auf, wo er fünf Jahre später das Präsidium übernahm. 2016 kaufte Alex Pieper die Kraftwerk-Gruppe mit Sitz in Mönchaltdorf am Greifensee. Diese vertreibt zahlreiche Werkzeug-Marken. Piepers überraschendes Ableben stürzt Franke in eine ungewisse Zukunft. Michael Pieper sah die ideale Nachfolgelösung in seinem Sohn. Die Tochter ist als Designerin nicht gleich gross geworden in der wichtigsten Firma der Familie wie Alex Pieper, der sich zum Ingenieur entwickelt hatte.