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Gangster im Mail-Postfach – Inside Paradeplatz

Prometheus Redaktion
Gangster im Mail-Postfach – Inside Paradeplatz

Für die Betrüger ein Fehlschuss, für die Leser eine Warnung. Es war kurz nach 18 Uhr. Die Börse geschlossen, die Banker auf dem Heimweg, die Pressestellen im Feierabendmodus. Die Suche nach einer neuen Story lief noch. Manchmal findet die Story einen. Genauer gesagt um 18:03 Uhr. Da landete eine E-Mail in meinen IP-Postfach. Absender angeblich: Galaxus. Betreff: Kundenumfrage. Kleine Aufmerksamkeit. Nur eine Minute Zeitaufwand. Wie nett. Erst vor wenigen Tagen hatte dieses Medium vor einer Phishing-Welle im Namen von ParkingPay gewarnt. Dort versuchten Kriminelle mit einer gefälschten ParkingPay-Nachricht an die Daten ihrer Opfer zu gelangen. Nach der ParkingPay-Masche folgte nur wenige Tage später der nächste Versuch. Diesmal missbrauchten die Betrüger den Namen von Galaxus. Die Verfasser bedankten sich bereits im Voraus dafür, dass man sich „einen Moment Zeit“ nehmen würde. Ganze 60 Sekunden genügten angeblich, um das Angebot noch besser auf die Bedürfnisse der Kundschaft zuzuschneiden. Und weil man im Hause des vermeintlichen Online-Händlers wohl besonders weltmännisch wirken wollte, gab es als Zückerchen noch eine Portion Schulfranzösisch obendrauf: „En remerciement, une petite attention est prévue.“ Rührend. Ein Klick auf den fetten, schwarzen Button „Rückmeldung senden“, und das Portemonnaie ist vermutlich leer. Ein flüchtiger Blick auf die technischen Details entlarvte das Ganze natürlich sofort als Phishing-Versuch. Die wichtigste Regel gilt nach wie vor: Niemals auf Links in unerwarteten E-Mails klicken – selbst dann nicht, wenn sie von bekannten Marken stammen und professionell gestaltet sind. Die Wiederherstellung eines gehackten Kontos dauert meist deutlich länger als die eine Minute, die die Betrüger für ihre Umfrage versprechen.

insideparadeplatz.ch

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