Parlament und Bundesrat haben aus strategischen Gründen verhindert, dass die Bevölkerung zwischen verschiedenen Optionen zur Abschaffung der Heiratsstrafe auswählen konnte. Der Ständerat hat erst heute – über zwei Jahre nach der Einreichung der Fairness-Initiative und knapp 14 Monate nach dem Antrag des Bundesrates – die Initiative nun abserviert. Das klare Ergebnis im Ständerat zeigt: Die Fairness-Initiative von Mitte und EVP wurde taktisch ausgebremst, damit die Individualbesteuerung vor dem Volk als einzige Lösung dasteht. Dieses Spielchen darf nicht aufgehen. Deshalb ist es richtig, dass an der Fairness-Initiative festgehalten und am 29. November 2026 darüber abgestimmt wird. Unterschiedliche Familienmodelle nicht bestrafen Die EVP engagiert sich entschlossen für ein Ja zur Fairness-Initiative und damit für die einzige Lösung, welche die Heiratsstrafe abschaffen kann, ohne eine neue Familienstrafe einzuführen. Die Fairness-Initiative trägt dem gesellschaftlichen Wert von Familien-, Betreuungs- und Pflegearbeit Rechnung. Sie sorgt dafür, dass Familien, die Verantwortung für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige übernehmen, steuerlich nicht benachteiligt werden und schafft dadurch echte Wahlfreiheit. «Die EVP hat sich immer für die Abschaffung der Heiratsstrafe ohne Einführung einer neuen Familienstrafe engagiert. Dass das Stimmvolk trotz taktischen Spielchen in Bundesbern eine Wahl erhält, ist nichts als fair.» Lilian Studer, Parteipräsidentin EVP Schweiz