Isabelle Villalon kritisiert Extreme zu Recht, aber einfach Pendel hin und her bringt nichts. Denn so bleiben die realen Probleme (Kriminalität, fehlende Jobaussichten für Jüngere, etc.) ungelöst, während die gesellschaftliche Spannungen weiter wachsen. Weder linke moralische Selbstgewissheit noch rechte populistische Vereinfachung bringen Fortschritt. Gefragt wäre eine pragmatische Korrektur: klare Regeln, durchgesetzt ohne ideologisches Theater. Dänemark zeigt, dass selbst Sozialdemokraten eine restriktivere Asylpolitik umsetzen können, ohne den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu verspielen.