GEOPOLITISCHER KLARTEXT: REALE BELASTUNGEN ANPACKEN, STATT DIE ZUKUNFT VERBAUEN Die Überlastung im Land ist Fakt. Wenn bezahlbarer Wohnraum wegbricht und die Verkehrssysteme ächzen, sind das reale Krisen. Das zu ignorieren, ist arrogant. Doch in einer Welt voller autokratischer Machtblöcke ist die Integration in globale Wertschöpfungsketten die Lebensversicherung für unseren Finanz- und Werkplatz. Der geregelte EU-Marktzugang sichert die Wettbewerbsfähigkeit unserer Exportindustrie und den Zufluss von internationalem Kapital. Ein starrer Deckel bekämpft zwar Symptome, würgt aber genau die Wirtschaft ab, die unsere Infrastruktur überhaupt erst finanziert. Wir brauchen einen Konsens für intelligente, partnerkompatible Massnahmen, wie: Zuwanderung an den Infrastrukturausbau koppeln – Wer als Firma durch massives Wachstum die Region belastet, zahlt eine zweckgebundene Abgabe für Wohnraum, Energie und Verkehr. Wer den Dichtestress verursacht, zahlt ihn mit. Das bremst das Wachstum automatisch über den Preis – und schützt den Standort, ohne Verträge mit unseren Nachbarn zu zertrümmern.