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Kabel-Klau auf Reichhold-Areal: Baustelle soll keinen Strom haben

Prometheus Redaktion

Auf der Baustelle auf dem Reichhold-Areal in Hausen soll es derzeit zu massiven Einschränkungen kommen. Demnach soll die komplette Stromversorgung lahmgelegt sein. Das berichtet eine gut unterrichtete Quelle gegenüber unserer Zeitung. Die Person sagt, dass armdicke Kabel, sogenannte Krankabel gestohlen worden seien, die offenbar sogar unter Strom standen. Es müssten Profis am Werk gewesen sein. Die gestohlene Menge dieser Kabel dürfte enorm sein, wohl gegen 800 Meter. Die Kabel seien sehr teuer, erklärt die Person. Ein Meter koste zwischen 100 und 200 Franken. Anruf bei der Kantonspolizei Aargau: Diese bestätigt, dass es auf dem Areal zu einem Einschleichdiebstahl gekommen ist. Die Tatbestandsaufnahme dauert allerdings noch an, da es sich um ein grosses Areal handle und mehrere Firmen betroffen sein könnten. «Wir können nicht direkt sagen, was und wie viel weggekommen ist», erklärt Mediensprecherin Sarah Furrer. Hauptgrundeigentümer des Areals ist die HIAG Immobilien Holding AG mit Sitz in Basel. Das Unternehmen war auf Anfrage unserer Zeitung allerdings bisher nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Offenbar ist dies nicht der erste Diebstahl auf dem Areal, weshalb es mit Videokameras überwacht wird. Es besteht also Hoffnung, dass die Diebe dadurch identifiziert werden können. Überdies war die Region Brugg schon vergangenen Monat von zwei Kupferkabel-Diebstählen betroffen. Im Industriegebiet an der Unterwerkstrasse konnte die Polizei nach einer entsprechenden Meldung Mitte Mai drei Rumänen verhaften . Eine Woche davor half Diensthund Malouk mit , drei Männer – ebenfalls aus Rumänien – zu verhaften. Was entsteht auf dem Reichhold-Areal? Auf dem Reichhold-Areal, das je zur Hälfte auf den Gemeindegebieten von Hausen und Lupfig liegt, entsteht ein 75'000 Quadratmeter grosser Campus. Unter anderem investiert die Firma Oerlikon 40 Millionen Franken in «eine moderne Arbeitsumgebung für 250 hochqualifizierte Angestellte», hiess es vor rund einem Jahr . Weniger erfreulich war eine Entdeckung im Jahr 2024 : Damals fand man in einigen Metern Tiefe schädliche PFAS-Stoffe. PFAS ist eine grosse Gruppe von Industriechemikalien, die sich in der Umwelt praktisch nicht abbauen. Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen sind erst für einige der zu dieser Gruppe gehörenden Stoffe erforscht. Deshalb müssen die Altlasten noch beseitigt werden. Die Arbeiten sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Und wer zahlt dafür? Im April dieses Jahres hiess es seitens Hiag hierzu: «Angaben zu Kosten und Kostenteilung können aktuell nicht gemacht werden, da die entsprechenden Verfahren noch andauern.» (cri)

www.zofingertagblatt.ch

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