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Konzeption und Produktion eines Social-Media-Teasers

Prometheus Redaktion
Konzeption und Produktion eines Social-Media-Teasers

Für die Lancierung der neuen Kollektion des Modestartups LILEY konzipierte und produzierte Selina ein Social-Media-Reel, das die Kollektion auf emotionale und visuell ansprechende Weise ankündigt. Durch das gezielte Zusammenspiel von Bildsprache, Schnitt und Sounddesign entstand ein Video, das Spannung aufbaut, Neugier weckt und die Markenwelt von LILEY erlebbar macht, ohne dabei bereits zu viel über die neue Kollektion zu verraten. Um diese Vision umzusetzen, stand Naima als Model vor der Kamera und half dabei, die gewünschte Stimmung und Botschaft authentisch zu transportieren. Das Ergebnis ist ein atmosphärischer Teaser, der zum entsprechenden Zeitraum auf Social Media von LILEY veröffentlicht wird. Vorbereitung Vor dem Shooting entwickelte Selina ein Konzept für das geplante Social-Media-Reel. Anhand eines Gesprächs mit dem Kunden LILEY wurden die gewünschte Stimmung, die Bildsprache sowie die zentrale Botschaft des Videos definiert. Auf dieser Basis erstellte Selina eine detaillierte Shotlist in Notion, welche die geplanten Szenen, Outfits, Handlungen und Bildideen festhielten, um während des Drehtags den Überblick zu behalten und die zuvor definierte Vision gezielt umsetzen zu können. Als das Konzept stand, wurden die Ideen für die gemeinsame Vision mit Naima besprochen. Wir sammelten verschiedene Möglichkeiten für die Location und diskutierten kreative Ideen, wie die gewünschte Atmosphäre bestmöglich eingefangen werden kann. Parallel dazu organisierte Selina das benötigte Filmequipment, um für den Drehtag optimal vorbereitet zu sein. Shooting Das Shooting wurde an einem Drehtag in der freien Natur umgesetzt. Da es sich um eine Frühlings- beziehungsweise Sommerkollektion handelt, waren natürliche Lichtverhältnisse und eine passende Atmosphäre von grosser Bedeutung. Glücklicherweise spielte das Wetter während des gesamten Drehtags mit und unterstützte die gewünschte Bildwirkung. Mithilfe der zuvor erstellten Shotlist arbeiteten wir gemeinsam die geplanten Szenen Schritt für Schritt ab. Gleichzeitig entstand während des Drehs Raum für spontane Ideen und kreative Anpassungen, die direkt in das Konzept integriert wurden und dem Reel zusätzliche Dynamik verliehen. Bereits während des Shootings zeigte sich, dass das geplante Konzept mehr Zeit in Anspruch nahm als ursprünglich eingeplant. Aus diesem Grund konnte bis zum Ende des Drehtags nicht die komplette Shotlist umgesetzt werden. Die Aufnamen, die an diesem Tag gemacht wurden, entsprachen allerdings der gewünschten Stimmung und boten trotzdem genügend Material, um eine gute Geschichte zu erzählen. Deshalb entschied sich Selina, ausschliesslich mit dem vorhandenen Material weiterzuarbeiten. Post Production Nach dem Shooting begann Selina damit, das aufgenommene Material zu sichten, die besten Sequenzen auszuwählen und die Geschichte des Reels Schritt für Schritt aufzubauen. Dabei lag der Fokus nicht nur auf der visuellen Qualität der einzelnen Aufnahmen, sondern auch darauf, einen Spannungsbogen zu schaffen. Für die Postproduktion entschied sich Selina bewusst dafür, erstmals mit DaVinci Resolve zu arbeiten. Ziel war es, die Software im Rahmen eines realen Kundenprojekts kennenzulernen und insbesondere die Möglichkeiten im Bereich Color Grading und Audio Design zu erkunden. Dadurch war die Bearbeitung nicht nur Teil der Umsetzung des Reels, sondern gleichzeitig auch ein persönlicher Lernprozess. Musik und Sounddesign Für dieses Projekt wurde ausschliesslich mit SFX-Sounddesign gearbeitet und keinen O-Ton verwendet. Sowohl die verwendete Musik als auch sämtliche Soundeffekte wurden von Pixabay bezogen und anschliessend individuell für das Reel bearbeitet und angepasst. Um die Musik optimal an die Länge und Dramaturgie des Videos anzupassen, wurde das ausgewählte Lied angepasst. Selina schnitt verschiedene Abschnitte des Liedes zusammen und passte diese gezielt an den Aufbau des Reels an. Dadurch konnte die Musik die gewünschte Spannungskurve unterstützen und die Wirkung der einzelnen Szenen verstärken. Damit die Übergänge zwischen den verschiedenen Musikabschnitten möglichst fliessend und unauffällig wirkten, kamen Audio-Crossfadings sowie gezielt platzierte Soundeffekte zum Einsatz. Diese halfen dabei, Schnitte akustisch zu verbinden und den Übergang zwischen einzelnen Sequenzen harmonisch zu gestalten. Ergänzend zur Musik wurden rund 17 verschiedene Soundeffekte in das Reel integriert. Die Auswahl und Platzierung erfolgte jeweils passend zu den gezeigten Bildern und Handlungen. Das Zusammenspiel aus Musik und Soundeffekten verleiht dem Reel zusätzliche Dynamik, unterstützt die visuelle Erzählung und trägt wesentlich dazu bei, die gewünschte Stimmung und Spannung während des gesamten Videos aufrechtzuerhalten. Visuelle Effekte Für die visuelle Gestaltung des Reels verfolgte Selina das Ziel, einen frischen, lebendigen und leicht märchenhaften („fairy“) Look zu erzeugen. Die Bildwelt sollte weich und atmosphärisch wirken, gleichzeitig aber genügend Dynamik besitzen, um die Aufmerksamkeit durchgehend aufrechtzuerhalten. Um die einzelnen Sequenzen miteinander zu verbinden und zusätzliche visuelle Spannung aufzubauen, wurden zwischen verschiedenen Clips wiederholt kurze Blitzeffekte eingesetzt. Diese fungieren als stilistisches Übergangselement, verstärken den Rhythmus des Schnitts und unterstützen den energiegeladenen Charakter des Reels. Zusätzlich kamen Textmaskierungen zum Einsatz. Da die kostenlose Version von DaVinci Resolve keine integrierte Tracking-Funktion für Masken bietet, erfolgte dieser Arbeitsschritt in Adobe After Effects. Die fertigen Masken wurden anschliessend in DaVinci Resolve importiert und dort weiterverarbeitet. Colour Grading in Davinci Resolve Ein wichtiger Bestandteil der Postproduktion war das Color Grading, welches Selina für dieses Projekt erstmals in DaVinci Resolve umsetzte. Da sämtliche Aufnahmen im S-Log-Profil gefilmt wurden, bot das Rohmaterial viel Spielraum für die spätere Farbgestaltung. Als erster Schritt wurde eine Rec.709-Transformation angewendet, um die flachen Log-Aufnahmen in einen natürlichen und kontrastreichen Ausgangszustand zu überführen. Anschliessend wurde jeder einzelne Clip individuell bearbeitet und an die jeweiligen Lichtverhältnisse angepasst. Da die Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und unter verschiedenen Bedingungen entstanden sind, erforderte jede Sequenz eigene Anpassungen bei Belichtung, Kontrast und Farbtemperatur. Auf die Verwendung eines LUTs wurde bewusst verzichtet. Bereits nach der Umwandlung in Rec.709 entsprachen die Farben weitgehend der gewünschten Bildwirkung. Statt einen vorgefertigten Look über das gesamte Material zu legen, konzentrierte sich Selina darauf, die natürlichen Farben gezielt zu optimieren und einen einheitlichen, stimmungsvollen Gesamteindruck zu schaffen. Das Color Grading trug wesentlich dazu bei, die sommerliche, frische und emotionale Atmosphäre des Reels zu unterstreichen und die Bildsprache der Marke LILEY authentisch zu transportieren. Finales Teaser Reel (Reflexion von Selina) Produktionsprozess Grundsätzlich hat mir die Arbeit an diesem Projekt sehr viel Freude bereitet. Trotz der Tatsache, dass wir am Drehtag aufgrund von Zeitmangel zahlreiche geplante Szenen nicht mehr umsetzen konnten, bin ich mit dem Endresultat zufrieden. Rückblickend habe ich den zeitlichen Aufwand deutlich unterschätzt und mir für einen einzelnen Drehtag zu viel vorgenommen. Für zukünftige Produktionen würde ich die Shotliste realistischer planen und mich auf weniger, dafür gezieltere Aufnahmen konzentrieren. Eine wichtige Erkenntnis aus diesem Projekt betrifft die technische Vorbereitung. Leider habe ich es versäumt, die Kameralinse vor dem Dreh gründlich zu reinigen. Die dadurch entstandenen Flecken bemerkte ich erst während des Colour Gradings. Dies führte später zu einem erheblichen Mehraufwand in der Postproduktion und zeigte mir, wie wichtig eine sorgfältige Kontrolle des Equipments vor Drehbeginn ist. Besonders viel Spass bereitete mir die Arbeit am Sounddesign. In diesem Bereich konnte ich zahlreiche neue Erfahrungen sammeln und mein Wissen erweitern. Auch die Arbeit mit DaVinci Resolve war spannend, da ich erstmals ein komplettes Projekt in dieser Software umsetzte. Obwohl ich froh bin, diese Erfahrung gemacht zu haben, würde ich aktuell wahrscheinlich nicht erneut vollständig auf DaVinci setzen. Da ich seit mehreren Jahren mit der Adobe Creative Cloud arbeite und die nahtlose Verknüpfung zwischen Programmen wie Premiere Pro und After Effects gewohnt bin, empfand ich den Workflow in DaVinci teilweise als umständlich und zeitintensiv. Insbesondere bei den Maskierungen wurde mir bewusst, dass sich viele Arbeitsschritte in After Effects effizienter hätten umsetzen lassen. Auch die Retusche der durch die verschmutzte Linse entstandenen Flecken erforderte einen grossen manuellen Aufwand. Mit den KI-gestützten Werkzeugen von Adobe hätte sich dieser Prozess vermutlich deutlich schneller und präziser lösen lassen. Das Colour Grading hingegen ging sehr gut. Obwohl es mein erstes Projekt war, das ich vollständig in DaVinci gegradet habe, kam ich dank Tutorials gut zurecht. Die Node-basierte Arbeitsweise erwies sich als logisch und übersichtlich, und ich schätzte die klare Benutzeroberfläche des Programms. Die einzelnen Clips konnten individuell angepasst werden, wodurch ein stimmiger Look entstand. Da ich bisher noch kein Colour Grading in Adobe durchgeführt habe, fehlt mir allerdings ein direkter Vergleich zwischen den Programmen. Insgesamt bin ich mit dem fertigen Reel zufrieden. Dennoch empfinde ich die teilweise sichtbaren Linsenflecken als störend, da sie sich trotz grossem Aufwand nicht vollständig entfernen liessen. Mit mehr Zeit sowie einem Workflow innerhalb der Adobe-Programme hätte das Endergebnis meiner Einschätzung nach noch professioneller und sauberer wirken können. Zudem denke ich rückblickend, dass der gezielte Einsatz eines LUTs dem Projekt nicht geschadet hätte und das Colour Grading dadurch noch mehr Potenzial hätte entfalten können.

www.digezz.ch

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