Das Pilotprojekt «Meisti musiziert» mit kostenlosem Musikunterricht endet. Der Gemeinderat hält am bereits beschlossenen einheitlichen Elternbeitragssystem ab Schuljahr 2026/27 fest. Alternativmodelle zur Finanzierung des Musikunterrichts würden laut Gemeinderat mehr Aufwand bedeuten. Es ist ein einzigartiges Pilotprojekt – schweizweit. «Meisti musziert» ermöglicht Kindern und Jugendlichen in Meisterschwanden seit 2023/24 einen kostenlosen Musikunterricht. Allerdings wird das Angebot ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr weitergeführt. Aus Spargründen. Die Stimmberechtigten wurden bereits informiert und haben auch die Elternbeiträge der Musikschule genehmigt , die ab 2026/27 erhoben werden. Trotzdem sind diese an der kommenden Gemeindeversammlung am Donnerstag, 11. Juni, noch einmal ein Thema. Denn es seien, forderte ein Überweisungsantrag im vergangenen November, alternative Modelle und deren finanzielle Auswirkungen zu prüfen: beispielsweise eine teilweise Kostenübernahme, eine Begrenzung der von der Gemeinde finanzierten Dienstleistungen pro Kind oder individuelle Abrechnungen pro Kind. Der Gemeinderat beantragt «nach sorgfältiger Prüfung» eine Ablehnung. Die vorgeschlagenen Alternativmodelle seien nicht zweckmässig, nicht praktikabel und langfristig nicht tragbar. Es besteht Risiko erneuter Kostensteigerungen Die neu festgesetzten Elternbeiträge dagegen seien attraktiv, führt der Gemeinderat aus. Konkret hat Meisterschwanden beschlossen, den Musikunterricht vom Kindergarten bis zur fünften Klasse sowie nach der Schule bis zum Alter von 20 Jahren zu subventionieren. Der Kanton seinerseits subventioniert die Lektionen von der sechsten bis zur neunten Klasse. So sind die Elternbeiträge für alle Kinder und Jugendlichen einheitlich, hält der Gemeinderat fest. 25 Minuten Musikunterricht in der Woche kosten 375 Franken pro Semester, bei 40 Minuten sind es 650 Franken. Die vorgeschlagenen Alternativmodelle dagegen würden gemäss Behörde zu einem erheblichen administrativen Mehraufwand führen, es fehle die Nachvollziehbarkeit. Meisterschwanden würde ein Sonderfall in der Kreismusikschule bleiben. Die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt «Meisti musiziert» haben zudem gezeigt, fährt der Gemeinderat fort, dass bei offenen oder unbeschränkten Finanzierungsmodellen die Leistungen stärker nachgefragt werden können. «Alternativmodelle lassen die tatsächlichen Kosten für die Gemeinde kaum verlässlich abschätzen.» Es bestehe also das Risiko erneuter Kostensteigerungen, die dem Grundsatz einer nachhaltigen Haushaltsführung widersprechen. Kurz: Ein klarer, einheitlicher Tarif biete hingegen Transparenz, Planbarkeit und Akzeptanz, so der Gemeinderat. Gewährleistet werde die Gleichbehandlung aller Kinder und Familien. Der Musikunterricht werde weiterhin substanziell von der Gemeinde unterstützt und der Zugang zur Musikschule bleibe grundsätzlich für alle möglich. Anders gesagt: Der Gemeinderat hält am beschlossenen einheitlichen Elternbeitragssystem ab Schuljahr 2026/27 fest. Rechnung mit Minus von fast 2,2 Millionen Daneben entscheiden die Stimmberechtigten über die Jahresrechnung 2025, die mit einem Minus von fast 2,2 Millionen Franken abschliesst . Budgetiert war sogar ein Minus von knapp 3,4 Millionen Franken. Unter «Verschiedenes» informiert der Gemeinderat über die Optionen für den Schulstandort Eggen, die Anschlusslösung für die Jugendarbeit sowie die Gemeindestrategie. Die sogenannte Vision 2040 trägt den Titel «Gemeinsam stark – Lebensraum mit Weitblick». Der Gemeinderat erarbeitet aktuell Teilstrategien zu den Themen Finanzen, Liegenschaften, Schule und Bildung sowie Verwaltung. Präsentiert wurden die Leitsätze am Polit-Apéro im vergangenen Monat. Auch an der Gemeindeversammlung werden diese noch einmal vorgestellt.