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Mittelalterliche Totschlagung der Redefreiheit

Prometheus Redaktion
Mittelalterliche Totschlagung der Redefreiheit

Am Dienstag veranstaltete das Bündnis Redefreiheit in Zürich eine Debatte zur zensurfreudigen Transideologie. Der Schweizer Verein setzt sich für den Schutz der Meinungsfreiheit in der Schweiz und in Deutschland ein. Zu den Rednern gehörten unter anderem Chris Brönimann, die bekannteste Transperson der Schweiz, sowie Andy Mosetti, der Co-Präsident der LGB Alliance Switzerland und offene homosexuelle SVP-Politiker. Die Diskussion verlief sachlich, lebhaft und ohne jede Störung. Im Publikum kamen die unterschiedlichsten Positionen zu Wort. Befürworter, Kritiker und Unentschlossene konnten im Zunftsaal ihre Ansichten äussern. Genau dafür sind öffentliche Debatten da. Draussen wurde aber protestiert. Die Polizei war vor Ort, um Ordnung zu bewahren. Rund sechzig Transaktivisten hatten sich über soziale Medien organisiert, um gegen die Veranstaltung zu demonstrieren. Unser Anlass wurde als „faschistisch“ bezeichnet. Man warf uns „Hassrede“ vor. Zugleich verteilte man Flyer gegen das Bündnis Redefreiheit. Darin hiess es, wir seien „anti-woke, genderkritisch und liberal-freiheitsorientiert“. Das ist bemerkenswert. Inzwischen gilt es offenbar bereits als verwerflich, anti-woke, genderkritisch und liberal-freiheitsorientiert zu sein. Für diese Klarstellung bin ich den Protestierenden aber dankbar. Denn wer anti-woke, genderkritische und liberal-freiheitsorientierte Positionen ablehnt, sagt damit auch etwas über die eigenen Positionen aus. Wenn wir für sie anti-woke sind, dann sind sie woke. Wenn wir für sie genderkritisch sind, dann sind sie genderdogmatisch. Und wenn wir liberal-freiheitsorientiert sind, dann sind sie illiberal und freiheitsfeindlich. Auch mit ihren Taten verrieten die Aktivisten ihre wahre Gesinnung. Sie hatten draussen ein Megaphon an einem Seil aufgehängt. Das Megaphon war ein Sinnbild der Rede- und Meinungsfreiheit. Dann trat ein Aktivist nach dem anderen vor. Jeder nahm einen Stock in die Hand. Jeder schlug auf das Megaphon ein. Selbst ein Kind von etwa acht Jahren wurde in dieses Schauspiel einbezogen und schlug mit. Die Meinungsfreiheit wurde also öffentlich bis zum Tode verprügelt. Hier ist ein Video davon. Es waren primitive, mittelalterliche Szenen. Mitten in Zürich, einer Stadt, die sich gern als liberal, offen und aufgeklärt versteht. In diesem Sinne haben die Protestierenden ihre Positionen an diesem Abend klarer dargestellt als jeder Kritiker es hätte tun können. Für die politische Linke in der Schweiz ist das ein Problem. Denn die Bilder und die Symbolik dieses Abends werden bleiben. Vertreter von Transgender Network Switzerland und Pink Cross waren an der Debatte als Publikumsteilnehmer im Saal. Eine öffentliche Distanzierung dieser Leute und Organisationen von den Vorgängen vor der Tür ist bislang ausgeblieben. Wer darauf hofft, dürfte jedoch wohl Geduld brauchen.

insideparadeplatz.ch

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