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Neue Studie: Warum nicht jede Blockchain ein Stromfresser ist

Prometheus Redaktion
Neue Studie: Warum nicht jede Blockchain ein Stromfresser ist

Eine neue Untersuchung der Hochschule Luzern gemeinsam mit Swiss Economics bringt mehr Klarheit in eine bisher stark emotional geführte Debatte: Nicht jede Blockchain belastet die Umwelt gleich stark. Entscheidend ist vor allem der technische Konsensmechanismus – und genau hier zeigen sich massive Unterschiede. Im Zentrum der Studie stehen zwei grundlegend verschiedene Ansätze. Auf der einen Seite steht das energieintensive „Proof-of-Work“-Verfahren, das etwa im Bitcoin eingesetzt wird. Dabei konkurrieren weltweit tausende Rechner rund um die Uhr miteinander, um neue Blöcke zu validieren. Dieser permanente Rechenwettbewerb führt zu einem hohen Stromverbrauch sowie einem erheblichen Einsatz von Hardware und indirekt auch Wasserressourcen. Auf der anderen Seite stehen effizientere Systeme wie „Proof of Stake“, das unter anderem beim Ethereum verwendet wird. Hier wird die Netzwerksicherheit nicht durch Rechenleistung, sondern durch hinterlegtes Kapital gewährleistet. Teilnehmer setzen einen sogenannten Stake ein und riskieren Verluste bei Fehlverhalten. Dadurch entfällt der energieintensive Mining-Wettbewerb, was die Umweltbelastung deutlich reduziert. Die Studie, die im Auftrag des deutschen Umweltbundesamts entstanden ist, liefert erstmals ein Modell, um die ökologischen Auswirkungen verschiedener Blockchain-Anwendungen systematisch zu vergleichen. Laut den Forschern ist Blockchain dabei weder grundsätzlich schädlich noch automatisch nachhaltig. Vielmehr hängt die Umweltwirkung stark vom konkreten Einsatz und der technologischen Ausgestaltung ab. Neben dem Energieverbrauch hebt die Untersuchung auch strukturelle Probleme hervor. Blockchain-Technologie sei besonders dort effizient, wo Werte direkt zwischen Parteien übertragen werden. Für klassische Cloud-Computing-Anwendungen sei sie hingegen oft ineffizient und mit unnötigem Ressourcenverbrauch verbunden. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Regulierung. Umweltkosten von energieintensiven Blockchain-Systemen sind bisher nur teilweise in bestehende Regelwerke integriert. Das führt laut Studie zu Verzerrungen im Markt und kann sogenannte „Carbon Leakage“-Effekte auslösen – also die Verlagerung von energieintensivem Mining in Länder mit schwächeren Umweltauflagen. Die Forscher plädieren deshalb für klarere Rahmenbedingungen und bessere Vergleichbarkeit. Denkbar seien unter anderem CO2-Bepreisung, Emissionshandel oder verpflichtende Transparenzstandards. Nur so lasse sich die tatsächliche Umweltwirkung digitaler Infrastrukturen realistisch abbilden. Am Ende zeigt die Studie deutlich: Die Frage ist nicht, ob Blockchain nachhaltig ist – sondern welche Blockchain gemeint ist. Quelle / Studie: Stablecoins im Fokus: Warum neue Regulierungen auch für Bitcoin wichtig sind

bitcoinnews.ch

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