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Solothurner und Aargauer profitieren jetzt noch mehr beim Grosseinkauf im Ausland

Prometheus Redaktion
Solothurner und Aargauer profitieren jetzt noch mehr beim Grosseinkauf im Ausland

Solothurner und Aargauer profitieren jetzt noch mehr beim Grosseinkauf im Ausland Redaktion soaktuell.chvor 2 Minuten Pünktlich zum Start in den Sommer gibt es Neuigkeiten für alle Schnäppchenjäger aus der Region Aargau und Solothurn, die für den Wocheneinkauf gerne die Grenze überqueren. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hat per 4. Juni 2026 seine offizielle Verzollungs-App «QuickZoll» grundlegend aktualisiert. Wer im nahen Ausland einkauft und ehrlich abrechnen will, profitiert von einer längst überfälligen Korrektur. Doch wird das Einkaufen ennet der Grenze dadurch jetzt noch billiger? Bislang standen ehrliche Einkaufstouristen vor einem bürokratischen und finanziellen Ärgernis, sobald sie Waren im Wert von mehr als 150 Franken in die Schweiz einführen wollten. Überstieg der Einkaufskorb diese seit Januar 2025 geltende Wertfreigrenze, bat die «QuickZoll»-App die Nutzer pauschal mit dem Standard-Mehrwertsteuersatz von 8,1 Prozent zur Kasse. Das Problem dabei: Für Lebensmittel gilt in der Schweiz eigentlich der reduzierte Satz von 2,6 Prozent. Wer diesen geltend machen wollte, musste die digitale App meiden und sich brav in die Schlange am physischen Zollschalter einreihen. Damit ist jetzt Schluss. Seit dem 4. Juni 2026 erlaubt die App endlich die separate Erfassung des reduzierten Satzes von 2,6 Prozent für Nahrungsmittel und Bücher. Wird es jetzt noch günstiger? Ein klares Jein Die Antwort auf die Frage, ob der Einkaufstourismus nun billiger wird, hat zwei Seiten. Für die reinen Produktpreise bei Aldi, Lidl, Marktkauf oder Edeka in Weil am Rhein und Lörrach ändert sich absolut nichts. Wer sich strikt an die Freigrenze von 150 Franken pro Person und Tag hält, merkt von dem Update im Portemonnaie ebenfalls nichts, da in diesem Fall ohnehin keine Schweizer Mehrwertsteuer anfällt. Wer jedoch den Grosseinkauf für die ganze Familie erledigt und das Limit überschreitet, spart durch das App-Update bares Geld – zumindest im Vergleich zur bisherigen Digital-Verzollung. Statt 8,1 Prozent werden auf Fleisch, Gemüse und Teigwaren nun korrekterweise nur noch 2,6 Prozent fällig. Vor allem aber spart das Update Zeit und Nerven: Die ehrliche Verzollung ist nun mit wenigen Klicks auf dem Smartphone erledigt, ohne dass man die Autobahn am Zoll verlassen muss. Die nackten Zahlen: Warum Solothurner und Aargauer in Scharen über die Grenze ausrücken Dass der Einkaufstourismus trotz politischer Hürden boomt, untermauern aktuelle Daten der Universität St. Gallen (HSG). Die Schweizer Bevölkerung lässt jährlich satte 9,26 Milliarden Franken im ausländischen Detail- und Onlinehandel liegen – ein Zuwachs von fast 10 Prozent gegenüber den Vorjahren. Rund 72,2 Prozent der Schweizer kaufen mindestens einmal im Jahr im Ausland ein. Der absolute Frequenzbringer sind Lebensmittel, die mit 4,13 Milliarden Franken fast die Hälfte der Gesamtausgaben ausmachen, gefolgt von Toilettenartikel, bei denen man bis zu 60 Prozent gegenüber der Schweiz einsparen kann. Dass die Fahrt nach Deutschland längst kein reines Phänomen der direkten Grenzkantone mehr ist, zeigt ein Blick auf die Mobilitätsdaten der HSG-Studie: Die durchschnittliche Anfahrtsstrecke für einen Einkaufstrip liegt bei 58,7 Kilometern. Aus dem Kanton Solothurn – ob aus dem Grenchenbiet, der Kantonshauptstadt oder der Region Olten/Gäu – ist die deutsche Grenze über die Autobahn in rund 15-45 Minuten erreicht. Die Aargauer sind oft noch schneller. Der Weg lohnt sich für viele weiterhin, da der Spardruck durch steigende Krankenkassenprämien und Wohnkosten im Inland hoch bleibt. Politische Bremsversuche verpuffen, ja beschleunigen sogar Die im vergangenen Jahr eingeführte Halbierung der Freigrenze von 300 auf 150 Franken hat den Strom Richtung Norden kaum gebremst. Die Konsumenten reagieren pragmatisch: Es wird vermehrt zu zweit oder dritt im Auto gefahren, um die Freigrenzen pro Kopf zu addieren. Und es wird wegen der tieferen Freigrenze häufiger nach Deutschland gefahren. Zudem gab es Anfang des Jahres Entwarnung aus Berlin: Die Pläne, die deutsche Bagatellgrenze für die Mehrwertsteuerrückerstattung drastisch auf 175 Euro anzuheben, wurden endgültig beerdigt. Sie bleibt stabil bei 50 Euro. Der Einkaufstourismus im Juni 2026 bleibt ein fester Bestandteil des Schweizer Konsumverhaltens. Das jüngste Update der «QuickZoll»-App macht den Einkauf zwar nicht per se billiger, aber es nimmt dem legalen Abrechnen die bürokratische Schärfe. Die Grenze verliert ihren Schrecken – und Deutschland behält seine Magnetwirkung. INLAND

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