Politische Debatten über Migration erzeugen eine Hierarchie zwischen „nützlichen“ und „überflüssigen“ Migrant*innen. Diese selektive Anerkennung zwingt Menschen dazu, ihr Bleiberecht stets durch Leistung wie Arbeit oder Bildung zu rechtfertigen. Die Autor*innen kritisieren, dass Würde so an Produktivität geknüpft wird, anstatt jedem Menschen gleichermaßen zuzustehen. Die wiederkehrenden fremdenfeindlichen Initiativen lenken von strukturellen Problemen wie Wohnungsnot ab, die nicht durch Migration verursacht werden. Die Schweiz verkenne, dass ihr Wohlstand auf Zugewanderten beruht, verweigere ihnen aber die gleichberechtigte gesellschaftliche Zugehörigkeit.