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Thalheim und Veltheim-Oberflachs planen Schulterschluss

Pfarrer Stefan Huber tritt im Herbst nicht mehr zur Wiederwahl an; die Pfarrstelle ist ab 1. Januar 2027 vakant. Die Kirchenpflegen von Thalheim und Veltheim-Oberflachs wollen ihre Zusammenarbeit ab 2027 vertiefen. Geplant ist ein gemeinsames Pfarramt mit Pfarrer Christian Bieri sowie die Zusammenlegung einzelner Aufgaben. Die Kirchgemeindeversammlung in Thalheim entscheidet am 12. Juni, ob die Fusionsprüfung gestartet wird. Viele Kirchgemeinden in der Region stehen derzeit vor einer Weichenstellung. So installierte die Reformierte Landeskirche Aargau vor Kurzem in Umiken als letzte Massnahme ein Kuratorium, und in Brugg beschloss die Kirchgemeinde, eine von zwei Pfarrstellen zu streichen. Auch die Kirche Thalheim wälzt derzeit Zukunftsszenarien. Anfang März gab Pfarrer Stefan Huber bekannt, dass er im Herbst nicht mehr zur Wahl antrete. Zu seiner Zukunft wollte er aufgrund eines laufenden Bewerbungsverfahrens damals keine weiteren Auskünfte geben. Jetzt ist klar: Er wird sein Pensum in der reformierten Kirchgemeinde Rupperswil, für die er bereits jetzt tätig ist, aufstocken. Dies kommuniziert die Kirchgemeinde in einem Schreiben zum Thema «Zukunft» auf ihrer Website. Wie die Kirchgemeinde in der aktuellen «Thalner Dorfziitig» kommuniziert, kam für die Pfarrstelle keine Wahl zustande. Die Stelle ist somit ab 1. Januar 2027 vakant. Gemeinsame Zukunft mit Veltheim-Oberflachs Ende April hatte die Kirchgemeinde zu einem Informationsabend eingeladen. Dort wurde diskutiert, wie es weitergehen soll. Wie die Kirche auf ihrer Website schreibt, sei man «im Blick auf die Zukunft» mit der Kirchgemeinde Veltheim-Oberflachs ins Gespräch gekommen. «Unsere Kirchgemeinden werden kleiner und daher auch die Finanzen knapper. Bei der gegenwärtigen Lage auf dem Pfarrstellenmarkt wäre es für uns sehr schwierig, die Teilzeitstelle im Pfarramt neu zu besetzen», schreiben die Verantwortlichen. «In Veltheim-Oberflachs ist zudem eine Reduktion der Pfarrstelle absehbar.» Die beiden Kirchenpflegen hätten deshalb einstimmig beschlossen, eine gemeinsame Zukunft zu planen. Konkret sieht das so aus, dass ab dem 1. Januar 2027 die Zusammenarbeit vertieft und pfarramtliche Aufgaben, wie zum Beispiel der Oberstufenunterricht, zusammengelegt werden. «Angestrebt wird eine gemeinsames Pfarramt mit Pfarrer Christian Bieri», so die Information. Erste Berechnungen hätten ergeben, dass es möglich sei, ohne grosse Verluste für das Kirchgemeindeleben – beispielsweise ohne Reduktion der Gottesdienste – mit einem gemeinsamen Pfarramt weiterzufahren. Daraus ergäben sich allerdings Aufgabenverschiebungen vom Pfarramt ins Sekretariat, in die Katechetik und Jugendarbeit, hin zu Laienpredigenden und Freiwilligen. «Die genauen Parameter müssen in den kommenden Monaten noch diskutiert und ausgearbeitet werden.» Fachlich würden die Kirchgemeinden in diesem Prozess durch die reformierte Landeskirche Aargau unterstützt. Als Ziel formuliert die Kirchgemeinde Thalheim, dass das Pfarramt lückenlos besetzt sein muss. Während die engere Zusammenarbeit bereits ab Januar 2027 umgesetzt wird, soll für die weitere Zukunft auch eine Fusion mit Veltheim-Oberflachs geprüft werden. Zu diesem Schritt haben sich die beiden Kirchenpflegen gemeinsam entschieden. Ob die Fusion tatsächlich einer Prüfung unterzogen wird, werden die Mitglieder der Kirchgemeinden entscheiden. In Thalheim treffen sich diese am 12. Juni, um 19.30 Uhr, in der Turnhalle zur Kirchgemeindeversammlung. Sagen sie Ja, wird die Prüfung der Fusion mit Veltheim-Oberflachs in die Wege geleitet. Eine Vakanz verzeichnet die Gemeinde künftig nicht nur bei der Pfarrstelle, sondern auch bei der Kirchenpflege. Für die fünf zu besetzenden Sitze sind einzig vier Kandidaturen eingegangen – diejenigen von Karin Bochsler (bisher), Susanne Frauchiger (bisher), Joshua Haab (neu) und Anita Stämpfli (neu). Für das Präsidium, das aktuell Thomas Wernli innehat, stellt sich Susanne Frauchiger zur Verfügung.

www.zofingertagblatt.ch

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