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The Accountant – Inside Paradeplatz

Prometheus Redaktion

Isabel Villalon ist eine Ingenieurin mit Spezialgebiet Energie, die das Zeitgeschehen observiert. 6.6.2026 Der Fall Crans-Montana, besser geschrieben Moretti, scheint eine Kaskade an unschönen Sachverhalten zu offenbaren. Man zieht an einem roten Faden, und es kommen immer neue, schier unglaubliche, verdächtige Gegebenheiten zum Vorschein. Als das Ehepaar Moretti sich im Wallis niederliess und in die Gastro-Branche einsteigen wollte, schoss ein Treuhänder Daniel Donnet-Monay 20’000 Franken vor, wie die SonntagsZeitung enthüllte. Grosszügig, eine Eigenschaft die bei Treuhändern eher selten vorkommt. Anschliessend führte die Gesellschaft von Donnet-Monay die Bücher von Morettis Gastro-Unternehmen. Er half laut der SonntagsZeitung auch, Finanzierungen von Schweizer Banken für das Ehepaar zu erhalten. Weiter wusste die Zeitung, dass jetzt Anwälte der Opfer des Brandes in der von den Morettis geführten Bar „Le Constellation“ Donnet-Monay illegalen Waffenhandel, illegale Söldnerdienste, Zusammenarbeit mit einem Verantwortlichen eines Völkermords und Geldwäscherei vor. Happige Vorwürfe. Diese drehen sich um die Tätigkeiten eines ehemaligen französischen Gendarmen namens Robert Montoya. Dieser Montoya war sogar Mitglied einer Spezialeinheit gegen den Terrorismus, direkt dem Elysée-Palast unterstellt. Also dem engsten Sicherheitskreis des damaligen französischen Staatspräsidenten. Robert Montoya war als Mitglied der Gendarmerie Nationale in Bastia auf Korsika stationiert. Er fiel seinen Vorgesetzten in Paris auf, weil er über beste Informanten in der korsischen Unterwelt verfügte. Frankreichs Deep State bekämpfte den korsischen Separatismus mit allerlei Mitteln, auch nicht unbedingt legalen. Montoya wurde beauftragt, einen Drogenring der korsischen Mafia zu infiltrieren. Separatistische Quellen behaupten jedoch, dass Montoya im Auftrag von Frankreichs Geheimdiensten die korsische Jugend mit Kokain süchtig machte, um an die Geheimnisse der korsischen Unabhängigkeitsbewegung zu gelangen und die jungen Separatisten zu willenlosen Junkies zu verwandeln. Wie dem auch sei, Montoya wurde dafür inhaftiert und nach ein paar Monaten wieder freigelassen. Auf Intervention höherer Stellen. Die Karriere in der Gendarmerie war somit beendet – nicht jedoch seine Arbeit für den französischen Staat. Das Abhören von potentiellen Kriminellen wurde in Frankreich an ausgesuchte private Unternehmungen delegiert. Mit dabei Montoya, der sich fortan als Unternehmer betätigte. Doch auch hier kams zu einer Missetat, die alles beendete. Im Auftrag von „unbekannt“ hörte Montoyas Unternehmung ein unbescholtenes Mitglied der Justizverwaltung ab. Das geht zu weit, auch und insbesondere in Frankreich. Montoya tauchte ab, in Westafrika. Dort baute er sich in weniger als zwanzig Jahren ein kleines, nicht gerade sauberes Imperium auf. Er verschaffte afrikanischen Diktatoren überlebenswichtige Söldner und Waffen. Fünfzehn Prozent Kommission sind die Regel. In einem Fall ging er angeblich erneut über die Grenzen. So verschaffte Montoya dem Diktator-Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, zwei russische Jagdbomber des Typs Sukhoi-SU 25 – inklusive Bewaffnung, weissrussischen Piloten und Wartungstechnikern. In den Wirren eines typischen afrikanischen Bürgerkriegs schlug sich Frankreich gegen den Präsidenten Gbagbo. Der liess kurzerhand eine französische Militärbasis im Norden des Landes von den zwei Russen-Flieger bombardieren. Ein Novum. Neun französische Soldaten und ein amerikanischer Zivilist starben dabei. Die Nachforschungen gestalteten sich zäh und dauerten lange, Montoya negierte alles und blieb in Afrika. Treuhänder Donnet-Monay soll im Wallis für Robert Montoya Firmenkonstrukte und Geldflüsse kontrolliert haben, so die Vorwürfe von Opferanwälten. Er bestreitet illegale Aktivitäten. Der gleiche Treuhänder, der zuerst die geschäftliche Ankunft der Morettis organisierte und dann die Finanzen des Ehepaars wohlwollend lenkte. Sowohl der afrikanische „Präsidenten-Berater“ Robert Montoya als auch der Gastrounternehmer in Crans-Montana Jacques Moretti haben zwei Gemeinsamkeiten: Korsika und Donnet-Monay. Das Leben ist voller Zufälle.

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