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Untersuchungen zu Triebwerksemissionen und Toxikologie im Zusammenhang mit nachhaltigen Flugkraftstoffen für die Reduktion von Partikelemissionen und Klimawirkung (JETSTREAM) | ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Prometheus Redaktion

Das Projekt JETSTREAM untersucht aktuelle Fragestellungen zu Luftfahrtemissionen und liefert essenzielle Daten für die Weiterentwicklung nachhaltiger Luftfahrttechnologien. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verwendung von Sustainable Aviation Fuels (SAF) mit Zumischungsraten von über 50 Prozent, wobei nach Möglichkeit Emissionsuntersuchungen mit 100 Prozent SAF angestrebt werden. Hierfür kooperiert das Projekt mit der Firma Synhelion, die solare Treibstoffe herstellt, sowie den Pilatus Flugzeugwerken, die das Testflugzeug bereitstellen werden. Begleitet wird dieser Projektteil durch ein detailliertes Life-Cycle Assessment (LCA) zur ganzheitlichen Bewertung der Umweltbilanz. Darüber hinaus analysiert das Projekt die organischen Emissionen von Flugzeugtriebwerken, wobei die Bildung volatiler Partikel eine zentrale Rolle spielt. Dazu finden Untersuchungen zur künstlichen Alterung des Aerosols an der bestehenden Messinfrastruktur bei SR Technics am Flughafen Zürich statt. Ergänzend wird die Wechselwirkung von Russpartikeln mit organischen Verbindungen in der Gasphase detailliert untersucht, mit besonderem Augenmerk auf Triebwerksöle. Um die gesundheitlichen Auswirkungen der Abgase zu bewerten, werden zudem toxikologische Studien durchgeführt, bei denen menschliche Lungenzellen diesen komplexen Aerosolen ausgesetzt werden. Ein dritter Forschungsschwerpunkt widmet sich den Nicht-CO2-Emissionen der Luftfahrt. Vor dem Hintergrund aktueller regulatorischer Entwicklungen auf EU-Ebene, wie MRV und ETS, werden vorhandene Daten genutzt, um bestehende Modelle zu validieren. Dabei wird geprüft, ob sich reale Emissionsszenarien sinnvoll abbilden und Nicht-CO2-Effekte effektiv in die Bewertungen integrieren lassen. Zur Datenerhebung sind im Rahmen des Projekts umfassende Messkampagnen geplant. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend wissenschaftlich aufbereitet, auf Fachkonferenzen präsentiert und in einschlägigen Journalen publiziert.

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