Die Konfliktmedizin von Dr. Ghassan Abu Sitta zeigt die humanitäre Notwendigkeit angesichts völkerrechtswidriger Gewaltstrategien, die nicht nur im Nahen Osten, sondern auch im Kongo und Sudan Menschenleben zerstören. Diese Exzesse folgen einer Logik von Macht und Geld, die alle Beteiligten in Geiselhaft nimmt und die Öffentlichkeit durch mediale Manipulation von humanem Mitgefühl abschneidet. Die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens wie Völkerrecht und Menschenwürde lassen sich zwar negieren, aber nicht abschaffen. Ihre Missachtung hat jedoch unweigerlich Folgen: Sie verhindert die Entfaltung des Menschen als „ultrasoziales“ Wesen, das alle spezifischen Fähigkeiten – von Sprache bis Mitempfinden – nur in vertrauensvollen sozialen Beziehungen entwickeln kann.