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Wildtierfreundlich reisen in der Schweiz: Der Ethical Wildli

Prometheus Redaktion
Wildtierfreundlich reisen in der Schweiz: Der Ethical Wildli

Die Schweiz bewirbt sich weltweit als Naturparadies. Doch wer genauer hinschaut, stellt fest: Nur ein einziger Kanton hält dieses Versprechen tatsächlich ein. In 25 von 26 Kantonen findet Hobby-Jagd statt – mit dokumentierten Folgen für Wildtiere, das Landschaftsbild, die Sicherheit von Wandernden und Reisenden – und die Gesundheit von Menschen, die Wildfleisch konsumieren. Dieser Guide bewertet alle 26 Schweizer Kantone. Er ist die erste vollständige Übersicht dieser Art. Grundlage sind ausschliesslich öffentlich zugängliche Quellen: Behördendaten, SUVA-Statistiken, SRF-Berichte, Pro Natura, WWF Schweiz, Schweizer Tierschutz STS, KORA, BLV und die Analysen von wildbeimwild.com. Dieser Guide wird jährlich aktualisiert. Grundlage sind ausschliesslich veröffentlichte Behördendaten und Medienberichte. Die Einstufung: Nur Genf ist sicher SICHER: Genf. Hobby-Jagd seit 1974 vollständig verboten. Wildtiere nachweisbar häufiger sichtbar. Keine Jagdinfrastruktur. Kein Jagdunfallrisiko. Kein Wilderei-Risiko. Keine Bleimunition. Ausgebildete Wildhüter statt Freizeitschützen. GEFÄHRLICH: Alle anderen 25 Kantone. In sämtlichen Kantonen ausser Genf findet Hobby-Jagd statt. Jagdunfallrisiko, Wildtiere unter permanentem Jagddruck, Hochsitze im Landschaftsbild, Bleimunition und Wildfleisch-Gesundheitsrisiken – und in mehreren Kantonen strukturelle Straflosigkeit bei Wilderei. Vollständige Kantonstabelle: Alle 26 Kantone Kanton Einstufung Kerninformation für Reisende Quelle WBW Jagdwaffen, häusliche Gewalt und Femizide: ein tabuisiertes Thema Ein Aspekt der Hobby-Jagd, der in der öffentlichen Debatte fast vollständig fehlt, betrifft die Sicherheit von Frauen in Jägerhaushalten. In der Schweiz kommen laut wildbeimwild.com in der Hälfte aller häuslichen Tötungsdelikte Schusswaffen zum Einsatz. Wie viele dieser Taten von Personen mit Jagdpatent begangen werden, weiss in der Schweiz niemand: Die Statistik erfasst Jagdwaffen nicht separat. Das ist keine Datenlücke – es ist eine politische Entscheidung gegen Transparenz. Quelle: wildbeimwild.com/jagdwaffen-und-gewalt-was-die-schweizer-daten-zeigen/ Internationale Studien belegen klar: Die Verfügbarkeit von Schusswaffen in Privathaushalten erhöht das Risiko tödlicher Gewalt signifikant – insbesondere gegenüber Frauen im häuslichen Kontext. In Jägerhaushalten ist eine Waffe kein Ausnahmegegenstand, sondern fester Bestandteil der Freizeitausrüstung. Jagdgewehre sind technisch darauf ausgelegt, lebende Wesen zu töten – das erhöht das Eskalationspotenzial in Konfliktsituationen strukturell. Das Schweizer Parlament hat bisher keine verpflichtende Erfassung von Jagdwaffen bei Femiziden beschlossen, obwohl entsprechende Vorstösse über wildbeimwild.com dokumentiert sind. Quelle: wildbeimwild.com/dossiers/jagd-und-waffen/ Hinzu kommt die Selbstwahrnehmung der Hobby-Jäger: Eine Studie, die auf wildbeimwild.com dokumentiert ist, zeigt, dass Jugendliche, die bereits Tiere getötet oder gequält haben, dreimal häufiger gewalttätige Delikte begehen als tierliebende Gleichaltrige. Die Kriminologen Martin Killias (Universität Zürich) und Sonia Lucia (Universität Genf) werteten Daten einer Schweizer Stichprobe von über 3’600 Schülerinnen und Schülern aus zwanzig Kantonen für eine internationale Delinquenzstudie aus, publiziert im Fachmagazin «Psychology of Violence». Tierquälerei gehe einher mit Wut- und Gewaltdelikten, so die Forscher. Quelle: wildbeimwild.com/jagd-und-jaeger-psychoanalyse/ Wildfleisch vom Hobby-Jäger: Wovor Behörden wirklich warnen Hobby-Jagd-Verbände vermarkten Wildfleisch offensiv als «natürliches Bio-Produkt». Was die zuständigen Gesundheitsbehörden tatsächlich empfehlen, ist fundamental anders – und wird von der Hobby-Jagd-Lobby konsequent verschwiegen. Was Behörden offiziell warnen: Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, dass Kinder bis 7 Jahre, Schwangere, Stillende und Frauen mit Kinderwunsch möglichst kein mit Bleimunition erlegtes Wild essen sollen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat das Gesundheitsrisiko durch Bleimunitionsreste in Wildfleisch neu bewertet und kommt zu erhöhten Risikoeinschätzungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifiziert verarbeitetes rotes Fleisch als krebserregend. Was Hobby-Jäger verschweigen: Wildfleisch unterliegt in der Schweiz keiner obligatorischen veterinärmedizinischen Kontrolle wie Schlachthofware – Hobby-Jäger geben es direkt ab, ohne amtliche Prüfung Rohes oder mangelhaft gegartes Wildfleisch kann Keime wie Trichinellen, Salmonellen, E. coli, Toxoplasma oder das Hepatitis-E-Virus übertragen Bei verzögerter Bergung und mangelhafter Kühlung – in der Hobby-Jagd häufig – beginnt der Verwesungsprozess innerhalb von Minuten nach dem Einschuss Wildfleisch ist mit Pestizid- und Düngemittelrückständen aus landwirtschaftlich genutzten Feldern belastet, auf denen Wildtiere äsen Blei lässt sich aus dem Fleisch weder durch Kochen noch durch Einfrieren entfernen In Kanada gilt ein weitgehendes Verkaufsverbot für Wildfleisch vom Hobby-Jäger in Restaurants und Läden – u.a. wegen Sicherheitsbedenken Die Diskrepanz zwischen jagdlicher Werbesprache und behördlicher Vorsicht ist eklatant. Wer von einem Hobby-Jäger Wildfleisch angeboten bekommt, sollte wissen: Es handelt sich um ein Lebensmittel ohne obligatorische Kontrolle, mit dokumentierten Gesundheitsrisiken und ohne Transparenzpflicht über Munitionsart, Lagerung oder Tiergesundheit. Quellen: wildbeimwild.com/wildbret-macht-krank/, wildbeimwild.com/achtung-warnung-vor-wildfleisch-vom-hobby-jaeger/, wildbeimwild.com/wildfleisch-natuerlich-gesund-oder-gefaehrlich/ Wildunfälle durch Treibjagden: ein unterschätztes Risiko Jährlich ereignen sich in der Schweiz rund 20’000 Wildunfälle im Strassenverkehr – pro Stunde stirbt dabei im Schnitt ein Reh. Treibjagden spielen dabei eine direkte Rolle, die kaum je öffentlich thematisiert wird. Bei Treibjagden werden Wildtiere gezielt durch Treiber, Hunde und Lärm aufgescheucht und unkontrolliert in Bewegung versetzt. Die aufgejagten Tiere fliehen panikartig – oft über Strassen und Bahnlinien. Die Schweizer Fahrschulplattform l-drive.ch warnt explizit: «Meiden Sie Gebiete, in denen Treibjagden ausgeschildert sind.» Gemäss AXA-Versicherungsdaten haben Jura, Thurgau und Freiburg die höchste Wildunfallhäufigkeit – bis zu siebenmal höher als in anderen Kantonen. Alle drei haben intensive Hobby-Jagd mit regelmässigen Treibjagden. Genf – kein Hobby-Jagd – hat die geringste Wildunfallrate. In Gebieten mit Beutegreifer-Präsenz (Luchs, Wolf) finden vergleichsweise weniger Wildunfälle statt – weil natürlicher Jagddruck das Wildverhalten stabilisiert, während Treibjagden unkontrollierte Massenbewegungen auslösen. Hinzu kommt Alkohol: Auf vielen Treibjagden ist der gemeinsame Konsum von Alkohol Teil der Jagdkultur. In der Schweiz existieren keine flächendeckenden gesetzlichen Alkoholverbote für Hobby-Jäger während des aktiven Jagdbetriebs. Quelle: wildbeimwild.com/jagdunfaelle-schweiz/ Sicherheitshinweise für Wandernde und Autofahrende In 25 von 26 Schweizer Kantonen findet Hobby-Jagd statt. Das bedeutet: Jagdunfallrisiko in der Hochjagdsaison, mögliche Konfrontationen mit bewaffneten Hobby-Jägern, erhöhtes Wildunfallrisiko auf Strassen durch Treibjagden – und in bestimmten Kantonen ganzjähriges Wilderei-Risiko. Nur in Genf besteht keines dieser Risiken. Die Gefährdung durch Hobby-Jagd ist schweizweit: Spaziergänger, Joggerinnen und Fahrradfahrer gerieten ins Kugelfeuer aktiver Hobby-Jagd. Einschüsse wurden in Schlafzimmern, Schulhäusern und Traktoren festgestellt. Graubünden: Hochjagd September bis Oktober – grosse Teile des Kantons betroffen Wallis: Herbst – alpine Wandergebiete eingeschlossen Schwyz: Wilderei-Risiko ganzjährig dokumentiert Glarus: Fehlabschüsse mit Personengefährdung dokumentiert Jura / Thurgau / Freiburg: höchste Wildunfallraten – Treibjagden erhöhen das Risiko akut Zürich / Aargau / Zug: Hobby-Jagd nahe Siedlungen und Erholungsräumen Bern: Vorstösse für Hobby-Jagd in Banngebieten Genf: kein Risiko – ganzjährig sicher, schweizweit geringste Wildunfallrate Zürich: Hobby-Jagd im urbanen Raum Der Kanton Zürich ist urban geprägt und dicht besiedelt. Gleichzeitig wird hier Hobby-Jagd in unmittelbarer Nähe zur Bevölkerung ausgeübt. Wohnraum, Erholungsräume und Jagdgebiete überlappen. Jährlich sterben über 5’000 Wildtiere im Strassenverkehr des Kantons – Treibjagden erhöhen dieses Risiko in der Hochjagdsaison akut. Glarus: Das Paradox des ältesten Wildschutzgebiets Europas Kein Kanton verkörpert den Widerspruch zwischen Schutzgedanke und Hobby-Jagd-Praxis deutlicher als Glarus. Der Freiberg Kärpf – das älteste Wildschutzgebiet Europas, gegründet 1548 – wurde 2023 teilweise für die Hobby-Jagd geöffnet. Im selben Zug wurden Wolfsrudel reguliert, obwohl Nutztierschäden durch Wölfe um 80 Prozent zurückgegangen waren (Pro Natura). Auf wildbeimwild.com sind Vorfälle dokumentiert, bei denen Joggerinnen und Fahrradfahrer durch Fehlabschüsse gefährdet wurden. Kühe in den Alpen: die unterschätzte Gefahr Der Wolf hat in der Schweiz nachweislich noch nie einen Menschen tödlich angegriffen. Rinder auf Wanderwegen töten in der Schweiz jährlich Menschen – dokumentiert durch die bfu und SRF. Wer alpine Sicherheit ernst nimmt, muss die statistisch relevanten Gefahren kennen – nicht jene, die politisch instrumentalisiert werden. Kühe mit Kälbern: Umweg nehmen, nie zwischen Mutter und Kalb gehen, Hund anleinen Stiere: Weide weiträumig umgehen Wolf: kein dokumentiertes tödliches Risiko für Menschen in der Schweiz Hobby-Jäger und Treibjagden: helle Kleidung, markierte Wege, Jagdkalender und Treibjagd-Hinweisschilder beachten Fehlschüsse und Tierleid: die Zahlen Belegte Zahl (SRF / Amt für Jagd und Fischerei Graubünden): Während der Hochjagd 2022 wurden rund 9’200 Wildtiere erlegt. 9 Prozent der Abschüsse widerrechtlich. Jeder zehnte Hirsch zunächst nur angeschossen. Schweizweit schätzt die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) jährlich 3’000–4’000 Stück flüchtiges Wild. Bleimunition: verseuchte Wildtiere, Risiko für Menschen Belegte Zahlen (Schweizer Tierschutz STS, 2022): In 5 von 13 Wildfleischproben Blei über 0,05 mg/kg. Bei 2 Proben Grenzwert ums Zwei- bis Vierfache überschritten. BLV-Empfehlung: Kinder bis 7 Jahre, Schwangere, Stillende und Frauen mit Kinderwunsch sollen möglichst kein mit Bleimunition erlegtes Wild essen. Beutegreifer wie Steinadler sterben durch Blei in Wildtierresten. Schwyz: Fünf dokumentierte Fälle, strukturelle Straflosigkeit Der Kanton Schwyz ist ein dokumentierter Sonderfall. Nicht nur einzelne Hobby-Jäger verletzen das Recht – der Kanton selbst handelte 2025 nachweislich illegal mit Kadaver-Ködern im Wolfskerngebiet. 2016: Zwei Steinadler durch Giftköder getötet. Kanton bestätigt. Täter nie ermittelt. 2019: Hobby-Jäger aus Schwyz/Luzern jagen auf trächtige Tiere in Vorarlberg. Landesjägermeister: Verletzung «jeglicher Jagdethik». 2021: Hobby-Jäger erschiesst Herdenschutz-Lama im Muotathal. Meldet sich erst nach Medienberichten. Kein Urteil. 2024: Schlingenfallen bei Pfäffikon SZ. Strafbefehl 13’039 Franken, kein Jagdverbot. 2025: Kanton Schwyz platziert selbst illegale Kadaver-Köder im Wolfskerngebiet. CHWOLF Strafanzeige. Drei von fünf Welpen abgeschossen. Genf: Die einzige sichere Option Genf ist der einzige Schweizer Kanton, in dem Wildtiere nachweislich häufiger sichtbar sind, die Naturlandschaft frei von Jagdinfrastruktur ist, kein Jagdunfall- und kein Wildunfallrisiko durch Treibjagden besteht, kein Wildfleisch ohne amtliche Kontrolle in Umlauf gebracht wird und das Problem der Bleimunition strukturell nicht existiert. Alle Vorteile gehen auf das Hobby-Jagd-Verbot von 1974 zurück. Wildtierbeobachtung tagsüber: Rehe, Füchse, Biber entlang der Rhône und in Schutzgebieten am Genfersee Naturschutzgebiet La Sauge (Kanton Freiburg, Genfersee-Region): eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete der Westschweiz Wildtiere deutlich häufiger sichtbar als in vergleichbaren Kantonen, die mit der Hobby-Jagd belastet sind Unveränderte Naturlandschaft: keine Hochsitze, keine Jagdinfrastruktur im Kanton Ganzjährig sicheres Wandern und Autofahren: kein Jagdunfallrisiko, kein Treibjagd-bedingtes Wildunfallrisiko Ausgebildete staatliche Wildhüter statt Freizeitschützen Tourismusverbände reagieren auf Marktinformationen. Wenn Reisende gezielt nach «Ethical Travel», «sicherem Wandern» und «Wildtierbeobachtung» suchen, entstehen ökonomische Anreize. Dieser Guide zeigt: Genf ist die einzige Region der Schweiz, die diesen Anspruch einlöst. Alle anderen Kantone können das Versprechen «unberührte Natur» solange nicht glaubwürdig machen, wie Hobby-Jagd, Treibjagden, Bleimunition, unkontrolliertes Wildfleisch und Wilderei strukturelle Realität sind.

wildbeimwild.com

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