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Wynaexpo-Aus: Reinacher Gewerbeausstellung endet

Die Wynaexpo wird eingestellt. Eine dreijährige Nachfolgesuche blieb erfolglos. Als Hauptgründe nennen die Verantwortlichen den steigenden organisatorischen Aufwand sowie mehr Auflagen und Bewilligungsverfahren. Reinach verliert eine etablierte Gewerbeausstellung mit Volksfestcharakter und regionaler Ausstrahlung. Es wird keine Wynaexpo mehr geben, dies teilt das Dorfheftli in seiner neuesten Ausgabe mit. «Wir haben drei Jahre eine Nachfolge gesucht, leider erfolglos», erklärt Christian Schweizer denn auch auf Nachfrage dieser Zeitung. Schweizer leitete 15 Jahre, gemeinsam mit Matthias Haller, die Firma, die für die Organisation der Gewerbeausstellung Wynaexpo in Reinach verantwortlich zeichnete. Fünf Ausstellungen richteten die beiden aus – die letzte im Jahr 2023 mit 170 Ausstellerinnen und Ausstellern und Rekordbesuch . Zu Beginn des vergangenen Jahres gaben Schweizer und Haller bekannt, dass es 2026 keine Wynaexpo im Reinacher Moos geben wird. Damals waren sie aber noch optimistisch, dass sie eine Nachfolge finden , und die Gewerbeausstellung mit Volksfestcharakter eine Zukunft hat. Noch im vergangenen Dezember war sogar von einem «Silberstreif am Horizont» die Rede . Dieser hat sich nun in Rauch aufgelöst. «Aufwand wird ständig grösser» Auf Nachfrage erklärt Schweizer die Gründe für das Aus. Da wäre zum einen, dass die nächste Wynaexpo frühestens im Jahr 2029 stattfinden könnte. «Matthias Haller ist aktuell 60 Jahre alt, ich bin 56. In drei Jahren wollen wir uns die Belastung, die mit der Organisation des Anlasses verbunden ist, nicht mehr geben.» Stichwort Belastung: «Der Aufwand wird ständig grösser, es gibt immer mehr Auflagen, immer mehr Bewilligungen müssen eingeholt werden», erklärt Schweizer. Vor 15 Jahren sei das noch nicht so extrem gewesen. «Ausserdem waren wir noch jünger und scheuten das Risiko nicht. Wenn man älter wird, wird man auch vorsichtiger.» So wollten sie die Verantwortung weitergeben, zumindest schrittweise. «Wir hätten es nochmal gemacht, wenn wir Unterstützung gefunden hätten», so Schweizer. Ziel sei aber immer gewesen, dass jemand die AG schliesslich übernimmt und in Eigenregie weitermacht. Die Jüngeren wären an der Reihe, den Anlass am Leben zu halten. Wegen der gestiegenen Anforderungen verstehe er aber, dass viele, die sich dafür interessiert hätten, die Organisation der Wynaexpo zu übernehmen, Abstand davon genommen haben. «Nebenbei ist das heute kaum noch zu stemmen», macht Schweizer deutlich, dass mit der Zunahme an Auflagen und Bewilligungen auch der Arbeitsaufwand gestiegen ist. Dennoch habe es Interessierte gegeben. Nachdem diese geprüft hätten, ob sich die Organisation der Wynaexpo mit allen anderen Aufgaben, die sie jeweils hatten, vereinbaren liess, kamen die Absagen – die letzte vor etwa drei Wochen. Auch bei professionellen Messegesellschaften habe man angefragt, so Schweizer. Für die komme es aber darauf an, dass am Ende des Anlasses auch etwas in der Kasse bleibt. «Wir waren ja nicht gewinnorientiert, es war okay, wenn die Erlöse die Kosten deckten.» In Reinach könne man von den Ausstellern nicht die gleichen Platzmieten verlangen, wie etwa in Luzern, grosser Gewinn sei daher nicht zu erwarten. «Einige haben vielleicht auch nicht geglaubt, dass wir tatsächlich aufhören», fügt Schweizer noch an. «Wir schauen zufrieden zurück, sind um viele Erfahrungen reicher und sind froh, dass wir das für die Region machen durften», erklärt der Co-Chef der Wynaexpo.

www.zofingertagblatt.ch

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