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Zittern in der Börsen-Luft – Inside Paradeplatz

Prometheus Redaktion

Vadim Loskutov arbeitet als Journalist (Weltwoche, ZeroHedge) und betreibt den Politblog Russian Market (x.com/runews). 6.6.2026 Gestern Abend blieb mir beim Blick auf die Börsenkurse kurz die Spucke weg: Der Nasdaq verlor über 1’000 Punkte. An einem Freitag. Das passiert normalerweise nicht. Freitage sind an der Wall Street traditionell für Kosmetik zuständig. Der Wochen-Chart soll grün aussehen. Gestern funktionierte das nicht. Schuld war der Mai-Job-Report. Die Zahlen waren stärker als erwartet, die Vormonate wurden nach oben revidiert. Der Arbeitsmarkt läuft. Die Inflation bleibt. Und damit verschwinden die Hoffnungen auf Zinssenkungen. Gemäss den französischen Analysten von BNP Paribas sind ab Dezember sogar bis zu drei Zinserhöhungen der Fed denkbar. Die Renditen der US-Staatsanleihen explodieren. Gleichzeitig notiert USD/JPY über 160. Das sind keine Signale einer entspannten Finanzwelt. Was wir derzeit erleben, ist kein Crash mit Panik und Schlagzeilen. Es ist etwas Gefährlicheres. Ein langsamer, kontrollierter Ausverkauf. Bitcoin hat seine bullische Struktur bereits verloren. Tech-Aktien wirken zunehmend toxisch. SpaceX könnte kommende Woche zu den wenigen grünen Kerzen gehören – wobei ich vermute, dass die Euphorie ähnlich schnell verpufft wie einst beim Facebook-IPO. Die Liquidität verschwindet, die Bewertungen folgen ihr nach unten. Die Party der billigen Milliarden ist vorbei – und die Rechnung kommt meistens später als erwartet.

insideparadeplatz.ch

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