Zum Inhalt springen

AG 600'000 kommt unter den Hammer

Das Aargauer Strassenverkehrsamt versteigert ab nächstem Donnerstag das Kontrollschild AG 600'000. Die runde Nummer gilt als besonders attraktiv; mehrere Interessenten haben bereits ihr Mitbieten angekündigt. Der Erlös fliesst in die Staatskasse. Diese Auktionen bringen dem Kanton jedes Jahr einen Millionenbetrag ein. Die Auktion von AG 600'000 zeigt auch: Der Aargau wächst stark. Wie lange dauert es bis zur Millionengrenze? Im Aargau wird das Nummernschild AG 600 000 versteigert. Das Strassenverkehrsamt bietet das Statussymbol ab dem nächsten Donnerstag auf seiner an. Michèle Deplazes spricht von einem «besonderen Meilenstein». Die Sektionsleiterin Verkehrszulassung sagt: «Solche besonders attraktiven Nummern werden traditionell versteigert.» Für Aufmerksamkeit sorgt die Auktion schon jetzt. Das Amt macht mit einem Video auf der Social-Media-Plattform Tiktok auf die Versteigerung aufmerksam. Die Resonanz liess nach dem Post nicht lange auf sich warten: Mehrere Interessenten meldeten sich beim Amt und kündigten an, mitbieten zu wollen. 3000 Franken für AG 600 700 geboten Ein Autofahrer ging sogar einen Schritt weiter: Für die Nummer AG 600 700, die zwei Wochen später versteigert wird und ebenfalls im Video erwähnt wurde, wollte er bereits ein Gebot von 3000 Franken abgeben. Weder Michèle Deplazes noch Oliver Vogel , der Leiter des Strassenverkehrsamts, wollen spekulieren, welchen Preis AG 600 000 erzielen wird. «Attraktive und leicht merkbare Kontrollschilder erfreuen sich seit Jahren einer konstant hohen Nachfrage», sagt Vogel aber. Begehrt sind tiefe Nummern, Zahlenreihen, Geburtsdaten Besonders begehrt seien tiefe Nummern, Zahlenreihen – etwa mit einer symbolischen Bedeutung oder einem Geburtsdatum. Jedes Jahr gibt das Strassenverkehrsamt rund 70'000 neue Kontrollschilder aus. Etwa 450 davon wechseln über Versteigerungen den Besitzer. Bekanntlich liegen die Höchstgebote für Aargauer Kontrollschilder mit dreistelligen Nummern im mittleren fünfstelligen Bereich. Die Auktion für AG 600 000 dürfte für den Kanton aber nicht so lukrativ sein. Zum Vergleich: AG 500 000 brachte vor neun Jahren 8900 Franken ein. Für AG 10 000 blätterte ein Autofahrer letztes Jahr 45'020 Franken hin . Spitzenpreis in diesem Jahr bei über 23'000 Franken Den bisherigen Spitzenpreis des laufenden Jahres erzielte die Nummer AG 7117. User Powerberni ergatterte sie sich für 23'200 Franken – es war das 114. Gebot der Auktion. Den Aargauer Rekord hält das Kontrollschild AG 55. Es wurde vor fünf Jahren für 132'400 Franken versteigert . Der Auktionserlös fliesst in die Staatskasse des Kantons Aargau. Alljährlich bringen die Einnahmen rund 1,5 Millionen Franken ein. Ein hübsches Sümmchen – auch wenn es im Milliardenbudget des Kantons eine Nebenrolle spielt. Anzahl Autos wächst mit der Bevölkerung Die Auktion von AG 600 000 bedeutet allerdings nicht automatisch, dass im Aargau ebenso viele Autos unterwegs sind. «Im Verlauf der Jahre werden Kontrollschilder zurückgegeben, ersetzt oder neu vergeben», sagt Michèle Deplazes. Laut aktuellen Zahlen von Statistik Aargau sind aktuell rund 620'000 Fahrzeuge aller Kategorien registriert. Dazu gehören über 430'000 Autos. Auch die Bevölkerung ist seit der Auktion von AG 500 000 vor neun Jahren deutlich gewachsen. Ihre Zahl wuchs seither bis Ende 2025 um 76'000 Personen auf 744'000 an. Der Fahrzeugbestand ist seither um rund 75'000 Fahrzeuge gestiegen. Das heisst aber auch: Bis der Aargau bei den Nummernschildern die Millionengrenze knackt, dürfte es noch mehrere Jahrzehnte dauern.

www.zofingertagblatt.ch

Zum Originalartikel