Nach zweieinhalb Jahren Krieg in Gaza versuchen Kinder wie der zwölfjährige Mohammad Abu Mohsen, trotz schwerer Verluste und Verletzungen in den Alltag zurückzufinden. Mohammad überlebte einen israelischen Luftangriff, bei dem seine Eltern und Schwestern starben; er selbst trägt Narben und Bewegungseinschränkungen davon. Seit fünf Monaten besucht er wieder eine provisorische Schule, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde betrieben wird. Laut Unicef haben rund 700.000 Kinder in Gaza seit drei Jahren keine Schule mehr besucht, vier von fünf Schulen wurden bei Angriffen getroffen. Viele Einrichtungen dienen weiterhin als Notunterkünfte. Mohammad leidet unter Albträumen, doch der Schulbesuch gibt ihm Halt. Der Artikel zeigt, wie Kinder und Jugendliche unter den Trümmern ihrer Existenz um eine Zukunft ringen.