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Leitartikel:Hetze statt Verantwortung

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Leitartikel:Hetze statt Verantwortung

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Nach dem Messerangriff am Bahnhof Winterthur eskalierte der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr die Lage rhetorisch. Er bezeichnete die Tat vorschnell als Terrorakt, nannte den vollen Namen des Tatverdächtigen und forderte dessen Ausbürgerung – trotz fehlender Beweise und unter Missachtung der Unschuldsvermutung. Die Namensnennung führte zu einer Belagerung der Familie des Angreifers durch einen Mob. Kritiker werfen Fehr vor, die Tat für seine politische Agenda zu instrumentalisieren und von eigenem Versagen abzulenken: Der psychisch instabile Mann war kurz zuvor in psychiatrischer Behandlung, nachdem er selbst die Polizei um Hilfe gebeten hatte. Experten sehen in der Tat ein „Grauzonenphänomen“ aus Radikalisierung und psychischer Vulnerabilität. Statt auf mehr Repression zu setzen, fordern linke Parteien bessere psychologische Unterstützung und ein gestärktes Psychiatriesystem.

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