Sieben Einwohnerratsmitglieder aus FDP, Mitte, EVP, SVP, SP und GLP haben ein Postulat eingereicht. Das überparteiliche Postulat verlangt einen externen Expertenbericht zum Zustand des Hallenbads Brugg. Dabei soll vor allem der bauliche und technische Zustand der gesamten Anlage geprüft werden. Der Bericht soll eine verlässliche Grundlage für weitere Entscheidungen und die Planung der Sanierung schaffen. Vor über einem Jahr gab der Brugger Stadtrat bekannt, dass das Lehrschwimmbecken in Lauffohr früher als geplant schliessen wird – . Als Grund nannte er damals: «Die technischen Anlagen für die Lüftung, Wasseraufbereitung und deren Steuerung sind nach rund dreissig Jahren Betrieb zunehmend störungsanfällig und lassen keinen zuverlässigen Weiterbetrieb mehr zu.» Eigentlich wollte die Stadt am Betrieb des Lehrschwimmbeckens festhalten, bis das Hallenbad saniert wird. Nach über 40 Jahren, die Badianlage mit ihrer vierpunktgestützten Betonschale wurde 1981 vom Schweizer Bauingenieur Heinz Isler erbaut, sind die Gebäudehülle undicht, die Technik veraltet und der Energieverbrauch hoch. Laut Investitions- und Finanzplan der Einwohnergemeinde Brugg für die Jahre 2026 bis 2031 sind erste Planungsmassnahmen für die Sanierung des Hallenbads Brugg frühestens ab dem Jahr 2030 vorgesehen. Bis zur effektiven Sanierung des Hallenbads können daher noch einige Jahre verstreichen. Externe Person soll die Badi-Infrastruktur überprüfen An der Sitzung des Stadtparlaments am 8. Mai haben Patricia Gloor und Nathalie Zulauf (FDP), Nadine Christen (Die Mitte), Barbara Müller (EVP), Patrick von Niederhäusern (SVP), Nora Gerber (SP) und Markus Lang (GLP) ein Postulat eingereicht. Darin fordern sie die Exekutive auf, dass eine externe, sachverständige Person zwecks Einschätzung der Lebensdauer des Hallenbads Brugg mit der Begutachtung des baulichen und technischen Zustands der gesamten Anlage, insbesondere der Gebäudehülle und der Infrastruktur, betraut werden soll. «Bislang hat die Stadt Brugg jährlich rund 100'000 Franken für Reparaturarbeiten aufgewendet», schreiben die Einwohnerrätinnen und Einwohnerräte in ihrem Vorstoss. «Eine Einschätzung über den Zustand der Gebäudehülle und der Infrastruktur erfolgte bisher durch die zuständige Abteilung der Stadt beziehungsweise das Personal des Hallenbads.» Eine fachmännische Begutachtung des Hallenbads durch eine externe Person habe indes noch nicht stattgefunden. In den letzten Jahren sei es immer wieder zu kurzfristigen Schliessungen von Hallenbädern im Kanton aufgrund von Problemen mit der Gebäudehülle und Infrastruktur gekommen. Im Juli 2017 musste etwa das Hallenbad Wettingen geschlossen werden. Damals ergab eine Sicherheitsüberprüfung, dass Teile der Decke herunterfallen könnten. Deshalb entschied der Gemeinderat kurzerhand, das «Tägi»-Bad sofort zuzumachen. Mit dem Gutachten sollen Ausfälle vermieden werden Auch in Frick hat das Hallenbad mehr als 50 Jahre auf dem Buckel und weist mittlerweile an diversen Stellen Mängel auf. So kam es 2024 zu Löchern an einem Rohr und einem Leck im Chlorwassertank . Dem Hallenbad drohte damals eine vorübergehende Schliessung. «Eine solche Situation soll in Brugg vermieden werden», heisst es weiter im Postulat. Daher soll der Stadtrat eine externe, sachverständige Person einsetzen, um die Lebensdauer des Hallenbads aufgrund der in die Jahre gekommenen Gebäudehülle und Infrastruktur sowie aus Gründen der Sicherheit herauszufinden. Die Einwohnerratsmitglieder ergänzen dazu: «Die Begutachtung soll eine verlässliche und transparente Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung schaffen und einen verantwortungsvollen Umgang mit den finanziellen Mitteln ermöglichen.»