Bundespräsident Guy Parmelin vertritt im Amt eine harte, europafeindliche Linie der SVP, die nicht der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung entspricht. Dies zeigt sich etwa im herzlichen Empfang des polnischen PiS-Präsidenten Nawrocki, der eine geschlagene nationalkonservative Minderheit repräsentiert und dem pro-europäischen Premierminister Tusk politische Steine in den Weg legt. Zudem kritisierte Parmelin öffentlich die EU scharf wegen Stahlzöllen und der Neuordnung der Arbeitslosenentschädigung, obwohl diese Maßnahmen sachlich gerechtfertigt sind und die Schweiz zuvor von der alten Regelung profitierte. Seine Außendarstellung als sympathischer Weinbauer steht im Widerspruch zu diesem beinharten politischen Kurs.