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Fernwärme Siggenthal: Rekordjahr mit über 80'000 MWh

Prometheus Redaktion

Die Fernwärme Siggenthal AG hat im Jubiläumsjahr einen Rekord aufgestellt: Erstmals lieferte das Unternehmen mehr als 80'000 Megawattstunden Heizenergie. Die Nachfrage nach der weitgehend CO₂-neutralen Wärmeversorgung steigt seit Jahren. Inzwischen sind über 500 Gebäude ans Netz angeschlossen, wie aus dem Geschäftsbericht 2025 hervorgeht. Im 30. Betriebsjahr setzte die Fernwärme Siggenthal (FWS) insgesamt 83'123 Megawattstunden Heizenergie ab. Damit übertraf sie den Vorjahreswert deutlich und setzte den Wachstumstrend der vergangenen Jahre fort. Verantwortlich dafür waren ein vergleichsweise kalter Winter sowie zusätzliche Hausanschlüsse in der Region, wie Fernwärme Siggenthal in einer Medienmitteilung schreibt. Der grösste Teil der Wärme stammt aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Turgi sowie aus dem Netz der Refuna, die Abwärme des Kernkraftwerks Beznau nutzt. Die gelieferte Wärmemenge entspricht rund 8,3 Millionen Litern Heizöl. Würde dieselbe Heizleistung mit fossilen Energieträgern erzeugt, entstünden laut FWS mehr als 22'000 Tonnen CO₂. «Dank des sehr zuverlässigen Betriebs der KVA mussten wir nur 0,8 Prozent der Wärme mit unseren Ölkesseln produzieren», wird Verwaltungsratspräsident Adrian Hitz in einer Medienmitteilung zitiert. Die Fernwärmeversorgung sei damit «quasi klimaneutral» unterwegs. Auch finanziell blickt das Unternehmen auf ein aussergewöhnliches Jahr zurück. Der Gewinn belief sich auf rund 1,5 Millionen Franken. Die Generalversammlung genehmigte eine Dividende von 16 Prozent. Gleichzeitig verzichtet die Gesellschaft bereits das vierte Jahr in Folge auf eine Erhöhung ihrer Wärmetarife. Weichen für weiteres Wachstum gestellt Für die Zukunft setzt das Unternehmen auf weiteres Wachstum. Kurzfristig sollen zusätzliche Kundinnen und Kunden angeschlossen werden. Langfristig richtet sich der Blick auf die geplante Erneuerung der KVA Turgi. Die neue Anlage soll künftig ein Mehrfaches der heutigen Wärmemenge liefern können. Um dieses Potenzial zu nutzen, haben die Fernwärme Siggenthal, die Refuna und die Regionalwerke Baden eine Zusammenarbeitsvereinbarung abgeschlossen. Die Generalversammlung erweiterte den Verwaltungsrat von sechs auf sieben Mitglieder. Der ehemalige KVA-Präsident Roger Huber bleibt im Gremium und begleitet die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. (az)

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