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Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigt, dass Deutschland im europäischen Vergleich bei der Krebsprävention auf dem vorletzten Platz liegt, obwohl es mehr für Gesundheitsversorgung ausgibt als jedes andere EU-Land. Ursache ist laut Experten eine historisch gewachsene Schwäche: Nach der Pervertierung der Sozialmedizin durch die NS-Ideologie wandte sich das westdeutsche Gesundheitssystem von der Prävention ab und setzte auf individualisierte, kurative Medizin. Heute werden Präventionsmaßnahmen oft als Eingriffe in die persönliche Freiheit abgelehnt. Erfolgreiche Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass politischer Wille wirkt: Großbritannien senkte durch eine Zuckersteuer den Zuckergehalt von Softdrinks um 46 Prozent, und in Litauen reduzierte eine strengere Alkoholpolitik den Pro-Kopf-Konsum deutlich.