Der simbabwische Friedensforscher Ishmael Bhila warnt vor den Gefahren autonomer Waffensysteme, die Ziele ohne menschliche Kontrolle auswählen und angreifen. Er verweist auf den Einsatz von KI-Systemen wie „Maven Smart System“ im Iran-Krieg, das tausende Zielkoordinaten generierte und zu schweren Fehlern mit vielen zivilen Opfern führte. Bhila kritisiert, dass die menschliche Kontrolle in der Praxis oft ausgehebelt wird: Durch „Automation Bias“ vertrauen Entscheidungsträger den Algorithmen blind, und operativer Druck verhindert gründliche Überprüfungen. Zudem würden Systeme wie „Lavender“ in Gaza Menschen nach Punkten bewerten und berechnen, wie viele zivile Todesopfer „akzeptabel“ seien – eine Logik, die Menschenleben entwerte. Der Globale Süden habe im Kampf um Regulierung am meisten zu verlieren, da er den Folgen dieser Technologien besonders ausgesetzt sei.