Der Jubel ist rosa. Er könnte aber auch blau, lila oder türkis sein. Sogar gelb. Doch die Aarauer Vizestadtpräsidentin Suzanne Marclay-Merz hat sich für die Farbe Rosa entschieden. Und so fällt sich die Delegation der Stadt Aarau in rosa «aarau»-Shirts in die Arme. Nur einen Augenblick zuvor war die Stadt im Hotel Bern zur Kulturhauptstadt der Schweiz für 2030 gewählt worden. Gute 60 Kilometer östlich klingelt in Aarau nur Momente später die Kasse. Das rosa T-Shirt ist stark nachgefragt. Das erzählt Irene Brantschen, Verantwortliche Tourismus bei «Aarau Info», das die Kleidungsstücke und vor Ort in der Metzgergasse vertreibt. Der Bestellungseingang zeige in eine Richtung: steil nach oben. Sehnsüchtig erwarten Brantschen und ihre Kolleginnen von «Aarau Info» angesichts der Entwicklung die bereits bestellte grosse T-Shirt-Lieferung. Sie wird Mitte nächster Woche erwartet. Die grösste Nachfrage bestehe beim rosa Shirt, doch auch lila sei begehrt. «Aarau Info» nutzt seit einiger Zeit Marketingprodukte, um sich schweizweit in ein anderes Licht zu rücken. «Aarau» steht auf Shirts und Caps und neu auf Strandtüchern. Laut Brantschen wird wohl eine «Kulturhauptstadt Aarau»-Edition dazukommen. Was in Aarau steckt, dazu hat die Stadt 2030 Gelegenheit, wenn sie nach über 200 Jahren wieder einmal im Zentrum der Schweiz steht - diesmal nicht als Hauptstadt der Helvetik, sondern als Kulturhauptstadt. (jk)
Kulturhauptstadt 2030: Aarau erlebt Ansturm auf «aarau»-Shirt