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Kursaal Bern: Ziel für 2026 ist weiterhin Dividendenkontinuität

Prometheus Redaktion
Kursaal Bern: Ziel für 2026 ist weiterhin Dividendenkontinuität

Schon im vergangenen Jahr erfüllte Daniel Buser, VR-Präsident der Kursaal Bern AG, sein den Aktionären anlässlich der Kapitalerhöhung im Jahr 2021 abgegebenes Versprechen: Er wollte die Kursaal Bern-Aktie zu einer «Dividendenperle» machen. Obwohl im Geschäftsjahr 2025 der Umsatz auf 74.7 Mio. CHF zurückging und auch der Gewinn mit 3.7 Mio. CHF unter das Vorjahresniveau fiel, stimmte die Generalversammlung auch für 2025 der Ausschüttung von 22 CHF je Aktie zu, was einer Dividendenrendite von über 5% entspricht. In das laufende Geschäftsjahr ist die Kursaal Bern AG gut gestartet, so dass auch für 2026 mit einer Dividendenzahlung zu rechnen ist. Frischer Wind in der Führung Mit frischem Wind in der Führung präsentierte sich die Kursaal Bern AG an ihrer 123. Generalversammlung. Im Mittelpunkt stand der personelle Neustart: Jonas Scharf, der zuvor für die Messe Basel tätig war und fast drei Jahrzehnte Führungserfahrung im Kongress- und Hospitality-Geschäft verfügt, folgte im April als CEO auf Kevin Kunz. Bereits im vergangenen September hatte Rupert Ecker die Leitung der Tochterfirma Grand Casino Bern übernommen. Im Casinogeschäft lief es seit mehreren Jahren nicht mehr optimal. Der Spielertrag in den terrestrischen Casinos geht zurück. Im Online-Gaming kämpft die gesamte Branche mit illegalen Casinos im Ausland. Spielbanken verlieren 2025 Dies spiegelte sich auch in den 2025er Zahlen wider. Der Umsatz im Spielbankengeschäft in Bern und Neuenburg ging um 5,2% auf 39.5 Mio. CHF zurück, wie CEO Lorenz Perren an der Generalversammlung ausführte. Auch die Umsätze in der Gastronomie und Hotellerie – hier betreibt die Kursaal Bern Gruppe das Swissôtel Kursaal Bern – waren um 3,1% auf 16.1 Mio. CHF rückläufig. Gewachsen ist lediglich das Kongressgeschäft mit einem Plus von 5,6% auf 18.0 Mio. CHF. Hier führte Perren den Erfolg des Projekts «Kultursaal» an, das gemeinsam mit dem Berner Eventlocation «Bierhübeli» durchgeführt wird. Insgesamt erreichte der Umsatz so 74.7 Mio. CHF – 2,5% weniger als im Vorjahr. Trotz strikter Kostendisziplin reduzierte sich der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA um 5,3% auf 12.4 Mio. CHF und der Jahresgewinn ging um 12,0% auf 3.7 Mio. CHF zurück. Die Eigenkapitalquote stieg leicht auf 70,3%: es wurden 3.5 Mio. CHF an Hypothekarschulden zurückgeführt. Perren wies darauf hin, dass 8.3 Mio. CHF an liquiden Mitteln aufgrund der tiefen Zinsen in festverzinsliche Obligationen investiert wurden. «Die Kursaal Bern AG ist ein äusserst liquides Unternehmen», so der CFO. Nachhaltige Dividendenpolitik angestrebt Im Zentrum der Versammlung stand die nachhaltige Dividendenpolitik. Bereits nach vierjähriger Pause wurde im Vorjahr die Dividende wieder aufgenommen – und auch für 2025 bestätigte Verwaltungsratspräsident Buser: «Wir betreiben eine nachhaltige Dividendenpolitik und haben zugesagt, auch in diesem Jahr eine Dividende von 22 CHF vorzuschlagen – genauso wie im vergangenen Jahr.» Die Ausschüttungsquote betrage 73 % des Gewinns und bewege sich weiterhin im angestrebten Zielband von 60 bis 80 %. Für die Aktionäre von Vorteil ist, dass die Dividende je zur Hälfte aus den Kapitaleinlagereserven und dem laufenden Gewinn gezahlt wird. Die Ausschüttung aus der Kapitaleinlagereserve ist für Aktionäre mit Wohnsitz in der Schweiz steuerfrei. Guter Start ins 2026 Herausforderungen sieht das Management angesichts geopolitischer Krisen, Inflation und Konkurrenzdruck vor allem im Casino- und Eventbereich. Dennoch blickt der Verwaltungsrat zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr: «Wir sind gut ins Jahr 2026 gestartet. Entsprechend wichtig ist, dass wir uns täglich auf unsere Stärken besinnen, unsere Qualität und unsere Gastfreundschaft. Mit diesem Fokus werden wir auch 2026 ein gutes Ergebnis erzielen können», so Buser. Die Kursaal Bern AG hat angesichts des schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds ein gutes Ergebnis erwirtschaften können. Dies insbesondere, weil im Jahr 2025 die Sperrung der Kornhausbrücke die Erreichbarkeit eingeschränkt hat. Erfreulich für die Aktionäre ist vor allem, dass es die Gruppe wieder geschafft hat, eine Dividende zu erwirtschaften. Gemessen an den letzten Kursen von 400 CHF liegt die Rendite bei 5,5%. Das Kurs-/Gewinn-Verhältnis beträgt rund 13. Damit sind die Aktien nicht zu hoch bewertet. Insbesondere die Dividendenrendite kann als überdurchschnittlich bezeichnet werden. Zudem werden die Aktien mit einem Abschlag von über 40% auf den ausgewiesenen Buchwert von 687 CHF je Aktie gehandelt. Gelingt es der Gruppe im laufenden Jahr den Gewinn zu halten, wäre auch für 2026 eine Ausschüttung von mindestens 22 CHF je Aktie denkbar. Künftige Investitionen dürften trotz der offensiven Ausschüttungspolitik möglich sein, da die Kursaal Bern Gruppe eine sehr solide Bilanz aufweist. Das neue Management im Kursaal und im Grand Casino muss nun zeigen, dass es den Kurs der bisherigen Geschäftsleitung nicht nur beibehalten, sondern das Tempo noch erhöhen kann.

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