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Parkieren mit ParkingPay – bumm: Betrüger im Haus – Inside Paradeplatz

Prometheus Redaktion
Parkieren mit ParkingPay – bumm: Betrüger im Haus – Inside Paradeplatz

29.5.2026 Phishing-Mails sind so alt wie das Internet selbst. Die Masche ist bekannt, die Warnungen zahlreich, die Schäden jedes Jahr enorm. Mal geben sich die Täter als Bank aus, mal als Paketdienst, mal als Steueramt. Doch jetzt macht eine neue Masche die Runde. Wegen ihres perfekten Timings ist sie für Betroffene eine besonders fiese Falle. Abgesehen haben es die Betrüger auf Schweizer Autofahrer. Dort trifft sie bei vielen einen wunden Punkt. So wie bei einem Leser dieses Mediums. Der erhielt kürzlich eine E-Mail mit dem Betreff: „Verwarnung wegen Parkverstosses!“ Der Inhalt wirkte auf den ersten Blick offiziell und unangenehm zugleich. An seinem Fahrzeug sei ein Parkverstoss festgestellt worden. Die zulässige Parkdauer sei überschritten worden, oder die vorgeschriebene Parkscheibe habe gefehlt. Wer so etwas liest, denkt automatisch an eine drohende Busse und öffnet die Nachricht genauer. Genau darauf setzen die Betrüger. Ziel ist es, den Empfänger auf einen Link zu locken, wo persönliche Daten, Login-Informationen oder Kreditkartendaten abgegriffen werden sollen. Das Perfide ist das Timing. Der betroffene Leser hatte nur sechs Stunden zuvor die ParkingPay-App benutzt, um einen Parkplatz zu bezahlen. Als kurz darauf die vermeintliche Verwarnung von ParkingPay im Postfach landete, wirkte die Geschichte plausibel. Wer gerade erst digital geparkt hat, glaubt schnell, dass ein Problem mit dem Parkvorgang vorliegen könnte. Der Fall zeigt, wie geschickt Cyber-Kriminelle vorgehen. Sie müssen gar nicht wissen, wer tatsächlich geparkt hat. Vielmehr verschicken sie ihre Nachrichten millionenfach und hoffen darauf, dass sie zufällig genau im richtigen Moment beim richtigen Empfänger landen. Der Leser wandte sich an ParkingPay. Das Unternehmen liess ihn wissen, dass die E-Mail nicht von ParkingPay stamme. Solche Verwarnungen würde die Firma nicht versenden. ParkingPay forderte den Nutzer auf, die Nachricht zu löschen und keine darin enthaltenen Links anzuklicken. Der Vorfall zeigt exemplarisch, warum Phishing nach wie vor funktioniert. Nicht, weil die Mails besonders raffiniert wären, sondern weil die Täter auf den richtigen Moment setzen.

insideparadeplatz.ch

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