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Ramadan in beispiellosen Zeiten

Neue Wege

Neue Wege

Die Autorin reflektiert über ihre Distanz zum Ramadan und führt dies auf eine lähmende Überwältigung durch globale Krisen zurück – Kriege im Sudan, Iran, Libanon und der Genozid in Palästina. Sie kritisiert die mediale Inszenierung von Ereignissen wie der Epstein-Akten, die als Sensation von struktureller Gewalt ablenke. Verweisend auf den Aktivisten Jihad Abdulmumit betont sie, dass diese Gewalt kein Ausnahmezustand, sondern Teil einer langen Geschichte von Faschismus, Kolonialismus und Kapitalismus sei. Der Ramadan sei nicht nur spirituelle Einkehr, sondern auch ein Moment des Widerstands. Die Autorin verurteilt die US-israelischen Angriffe auf den Iran als bewusste Eskalation während des Ramadans und warnt vor historischem Gedächtnisverlust angesichts gescheiterter Militärinterventionen. Sie plädiert dafür, den Schmerz einzuordnen, statt ihn als beispiellos zu betrachten.

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