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Schweizer Spermienqualität bleibt stabil

Viele internationale Studien haben in den vergangenen Jahrzehnten einen Rückgang der Spermienqualität beobachtet. Auch in der Schweiz. Eine landesweite Studie Anfang der 2000er-Jahre mit mehr als 2500 jungen Rekruten zeigte, dass die durchschnittliche Spermienkonzentration zu den niedrigsten Europas gehört. Zwei von drei Männern erfüllen demnach die Samenreferenzkriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht. Die gute Nachricht: Die Spermienqualität ist hierzulande in den letzten zwanzig Jahren nicht weiter gesunken. Das berichtet ein Forschungsteam um Patricia Schlagenhauf von der Universität Zürich . Die Forschenden verglichen die Daten aus den Jahren 2005 bis 2017 und ergänzten diese mit Untersuchungen von 194 Schweizer Soldaten aus dem Jahr 2021. Mit dieser zusätzlichen Analyse untersuchten sie mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Fruchtbarkeit. Dabei zeigte sich, dass Männer mit einer erst kürzlich durchgemachten Covid-19-Infektion tendenziell die niedrigsten Spermienzahlen aufwiesen. Dieser Zusammenhang schien jedoch vorübergehend zu sein: Bei Männern, deren Infektion länger zurücklag, fanden sich keine entsprechenden Hinweise mehr.

www.zofingertagblatt.ch

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