Bislang konnte die Unterentfelder Bevölkerung am Kirchweg bequem ihr Altglas und ihren Alu-Abfall entsorgen. Und zwar in der Unterführung, die unter der Umfahrung – der Suhrentalstrasse – ins danebenliegende Naherholungsgebiet führt. Damit ist bald Schluss. Die Sammelstelle wird nämlich per 1. Juli aufgehoben, meldet die Gemeinde. «Hintergrund sind wiederholt festgestellte Litteringprobleme, die zu einem erhöhten Aufwand geführt haben.» Für die Entsorgung steht der Bevölkerung weiterhin die zentrale Sammelstelle beim Technischen Betrieb an der Suhrenmattstrasse zur Verfügung, so der Hinweis der Gemeinde. Was ist mit Litteringproblemen gemeint? Auf Anfrage erklärt Verwaltungsleiterin und Gemeindeschreiberin Sarah Joho, dass bei der Sammelstelle in der Unterführung am Kirchweg regelmässig – also zwei- bis dreimal pro Woche – Abfälle deponiert wurden, die nicht an diesen Standort gehören: «Dabei handelte es sich insbesondere um abgestellte Abfallsäcke, Möbelstücke sowie weitere unsachgemäss entsorgte Materialien.» «Erhoffen uns weniger illegale Abfallentsorgung» Die illegale Müllentsorgung hat in der Gemeinde für Mehrkosten gesorgt. Dazu erklärt Joho: «Mit dem erhöhten Aufwand ist insbesondere der zusätzliche Kontroll- und Reinigungsaufwand des Technischen Betriebs gemeint.» Was dafür genau berappt werden musste, ist allerdings unklar, fügt sie an: «Die Gemeinde führt hierzu keine separaten Kostenaufstellungen.» Ebenso ist nicht klar, seit wann an der Sammelstelle Abfälle deponiert werden, die dort nicht hingehören: «Ein klarer Beginn dieses Problems lässt sich zeitlich nicht genau eingrenzen.» Die Situation habe die Gemeinde jedoch bereits über längere Zeit immer wieder beschäftigt: «Aufgrund eines aktuellen Hinweises aus der Bevölkerung wurde die Thematik nochmals vertieft geprüft und diskutiert.» Andernorts läuft es offenbar besser – die Entsorgungsmöglichkeiten beim Werkhof des Technischen Betriebs sowie bei der Sammelstelle der Migros seien besser kontrollierbar, führt die Verwaltungsleiterin aus. Dort habe man keine solchen Probleme festgestellt. Mit der Schliessung sollte sich das Problem nun erledigt haben, fügt sie an: «Mit dieser Massnahme erhoffen wir uns weniger illegale Abfallentsorgung.»