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Weniger neue Stellen in der Schweiz: Folgen für die 10-Millionen-Initiative

Prometheus Redaktion

Die Debatte über die 10-Millionen-Schweiz erhält kurz vor der Abstimmung neue Nahrung. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten zeigen, dass das Beschäftigungswachstum deutlich an Schwung verloren hat. Innert Jahresfrist entstanden nur noch 14'000 zusätzliche Vollzeitstellen . Das liefert sowohl Befürwortern als auch Gegnern der Initiative Argumente. Das Ja-Lager dürfte daraus ablesen: Wenn weniger neue Stellen entstehen als in den letzten Jahren, könnten offene Jobs auch mit inländischem Personal oder mit der von der SVP in Aussicht gestellten «erlaubten» Nettozuwanderung von rund 40'000 Personen pro Jahr besetzt werden. Das Nein-Lager kann auf folgenden Mechanismus verweisen: Kühlt sich der Stellenmarkt ab, geht die Zuwanderung automatisch zurück. Die Erfahrung seit Einführung der Personenfreizügigkeit zeigt, dass die Immigration mit der Konjunktur «atmet». Beide Lager haben somit ihren Punkt. Doch mittel- und langfristig sind nicht konjunkturelle Schwankungen massgebend, sondern strukturelle Entwicklungen und die Demografie. Die Boomer-Jahrgänge erreichen das Pensionsalter, während wegen der tiefen Geburtenraten weniger junge Arbeitskräfte nachrücken werden. Die erwerbstätige Bevölkerung verknappt sich. Die Logik ist langfristig unerbittlich: Entweder genügend Zuwanderung – oder ein höheres Rentenalter und mehr Vollzeit- statt Teilzeitpensen.

www.zofingertagblatt.ch

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