Darum geht es: Wettingen stimmt am 14. Juni über einen Planungskredit von 7,8 Millionen Franken für die Erweiterung der Schullandschaft Margeläcker ab. Geplant ist ein Oberstufenzentrum für rund 1200 Schülerinnen und Schüler. Das Projekt umfasst Schulgebäude, eine Dreifachturnhalle, Sportanlagen und Tagesstrukturen. Die Gemeinde Wettingen will ihren Schulraum dem steigenden Bevölkerungswachstum anpassen. Geplant ist ein Oberstufenzentrum neben der bestehenden Schulanlage Margeläcker. Mit einem Kredit von 7,8 Millionen Franken soll das Siegerprojekt der Burkard Meyer Architekten bis zur Baureife ausgearbeitet werden. Das neue Oberstufenzentrum soll bis 2032/33 Platz für rund 1200 Schülerinnen und Schüler bieten. Vorgesehen sind drei miteinander verbundene Schulgebäude mit Innenhöfen, eine Dreifachturnhalle, neue Aussensportanlagen sowie ein Ausbau der Tagesstrukturen. Auch die bestehende Primarschule wird erneuert. Die Gesamtkosten des Projekts werden aktuell auf rund 140 Millionen Franken geschätzt. Ursprünglich war man von etwa 120 Millionen Franken ausgegangen. Aufgrund der Bauteuerung seit 2020 wurden die Kosten nach oben korrigiert. Laut Bildungsvorsteher Christian Wassmer (Mitte) beruhen die bisherigen Berechnungen allerdings erst auf Volumenangaben. Die Projektierung soll nun Optimierungen und genauere Kostenberechnungen ermöglichen. Das Oberstufenzentrum bildet das Herzstück der Wettinger Schulraumstrategie bis 2040. Es ist das zweite von insgesamt vier Teilprojekten der langfristigen Schulraumplanung. Das erste Puzzleteil ist der Ausbau des Standorts Altenburg. Ein Projektierungskredit von (diese Zeitung berichtete). Im November oder Dezember wird dem Parlament der Baukredit vorgelegt. Nach dem Einzug der Bezirks-, Sek- und Realschule im Oberstufenzentrum will die Gemeinde das dritte Puzzleteil in Angriff nehmen. Das dann leere Bezirksschulhaus soll in den Primarschulstandort «Zentrum» transformiert werden. Und als viertes und letztes Puzzleteil wird die Schullandschaft Dorf zu einem primären Primarschulstandort umgenutzt. Eigentlich hätten für die Planung der Schullandschaft Margeläcker 8,55 Millionen Franken aufgewendet werden sollen. Anfang März kürzte der Einwohnerrat den Betrag jedoch auf 7,8 Millionen Franken . Er folgte dem Antrag der Finanzkommission, die angesichts der finanziell schwierigen Lage der Gemeinde ein «kostenoptimiertes Gesamtpaket» beliebt machte. Die Gemeinde informierte am Pfingstsamstag in einem Parcours zur Schullandschaft Margeläcker. Interessierte konnten sich in der dortigen Aula mit Personen aus Politik, Verwaltung, Schule sowie Vereinen sowie den Architekten des Siegerprojekts austauschen und Fragen stellen. Gemäss Gemeinde war der Anlass ein voller Erfolg und zog zahlreiche Besuchende an. Am 14. Juni wird sich an der Urne zeigen, wie der Kredit bei den Wettinger Stimmberechtigten ankommt. (sib)