Am 2. Juni 1946 stimmten die Italiener über die Staatsform ab: Monarchie oder Republik. König Umberto II., der erst kurz zuvor seinem Vater auf den Thron gefolgt war, fürchtete das Ende der Dynastie und suchte verzweifelt Unterstützung beim Vatikan. Papst Pius XII. und hohe Kardinäle riefen die Gläubigen offen zur Wahl der Monarchie auf, um den Kommunismus zu verhindern. Die katholische Partei Democrazia Cristiana sprach sich jedoch für die Republik aus, ebenso wie Königin Marie José, die demonstrativ nicht für die Monarchie stimmte. Mit 54,3 Prozent der Stimmen bei einer Rekordbeteiligung von über 89 Prozent siegte die Republik. Erstmals durften auch Frauen wählen, was den Ausgang maßgeblich beeinflusste. Umberto II. ging ins Exil.