Quelle: pszeitung.ch
Der Artikel beleuchtet drei Filme, die queere Geschichten in unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten erzählen. Ivona Jukas «Beautiful Evening, Beautiful Day» zeigt, wie homosexuelle Partisanen im Nachkriegs-Jugoslawien unter Tito verfolgt und interniert wurden, und verbindet dies mit einer Kritik an doktrinärer Gewalt. Diego Céspedes’ «La Misteriosa Mirada del Flamenco» nutzt magischen Realismus, um in einer chilenischen Minensiedlung der 1980er Jahre die Ausgrenzung von Trans-Personen während der frühen HIV/Aids-Krise darzustellen und gleichzeitig ihren Zusammenhalt als Wahlfamilie zu feiern. Sze-Wie Chans «10s Accross the Border» schließlich zeigt, wie Voguing als Ausdrucksform der Ballroom-Szene aus dem Widerstand Schwarzer und Latino-Queers gegen Rassismus in Drag-Wettbewerben entstand und heute in Asien als Schutzraum für von ihren Familien verstoßene queere Menschen dient.