Der seit 1986 geltende Richtplan der Stadt Uster wurde nach fünfjähriger Arbeit und Kosten von 1,56 Millionen Franken überarbeitet. Das Parlament behandelte 135 Änderungsanträge, woraufhin bürgerliche Kräfte ein Referendum ergriffen. Der neue Plan zielt auf ein verträgliches Wachstum auf 42.000 Einwohner und 21.000 Arbeitsplätze bis 2035 ab. Im Verkehrsbereich soll der Autoverkehr auf dem Niveau von 2020 stagnieren, während Busse im 7-Minuten-Takt verkehren. Kritiker aus SVP, EDU und FDP sehen darin eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts, übermäßige Regulierung und eine „links-grüne Agenda“. Befürworter betonen, der Richtplan sei ein demokratischer Kompromiss, an dem alle Seiten mitgewirkt hätten.