Die kantonale Initiative «Stopp Prämien-Schock» will den Steuerabzug für Krankenkassenprämien automatisch an die tatsächlichen Prämienhöhen koppeln, statt wie bisher an die geringere Teuerung. Obwohl die Prämien seit 2014 um 35 Prozent stiegen, betrug die Teuerung nur 6 Prozent. Kritiker bemängeln, dass die Initiative vor allem Gutverdienenden nützt, da diese aufgrund des progressiven Steuersystems stärker von höheren Abzügen profitieren. Geringverdienende, die ohnehin wenig Steuern zahlen, würden kaum entlastet. Zudem drohen dem Kanton Zürich jährliche Steuerausfälle von 160 Millionen Franken, was Sparmassnahmen zur Folge hätte. Die von der SVP eingereichte Initiative sei ein typischer Vorschlag ihrer Steuersenkungspolitik, adressiere aber nicht die Ursache der hohen Prämien.
«Es geht individuell um kleine Beträge, die aber gesamthaft zu einem grossen Problem führen»