Staub wird als ständiger, aber meist übersehener Begleiter des Lebens beschrieben, der zugleich körperlich nah und ätherisch fern wirkt. Er entzieht sich dem Zugriff: Er ist weder käuflich noch besitzbar, gehört allen und niemandem und siedelt in einer diffusen Transitzone zwischen Luft und Boden. Der Text reflektiert das Unbehagen, das von seiner Unscheinbarkeit und seiner Verbindung zu Auflösung und Zerfall ausgeht. Zugleich wird die ambivalente menschliche Haltung ihm gegenüber thematisiert – zwischen Ignoranz, hygienischer Beseitigung und seltenen Momenten der bewussten Wahrnehmung, in denen er plötzlich als etwas Ewiges erscheint.