Der Autor kritisiert die zunehmende sprachliche Verharmlosung und Verschleierung von Kriegshandlungen. Er prangert an, dass Begriffe wie „verhältnismäßige militärische Defensivmaßnahmen“ oder „völkerrechtliches Dilemma“ genutzt würden, um Angriffskriege zu beschönigen und die Gesellschaft an militärische Konflikte zu gewöhnen. Besonders die unterschiedliche Anwendung des Völkerrechts – streng gegen Russland, nachsichtig gegenüber den USA und Israel – wird als doppelzüngig kritisiert. Als Beispiel für entlarvende Offenheit nennt er Donald Trumps Aussage, ein iranisches Schiff versenkt zu haben, „weil es mehr Spaß macht“.