Die Schriftstellerin und Historikerin Melinda Nadj Abonji kritisiert die SVP-Initiative zur «10-Millionen-Schweiz» als rassistische Bevölkerungspolitik. Der darin beschworene Kontrollverlust diene dazu, demokratische Grundrechte wie das Recht auf Familie und Asyl für Migranten auszuhebeln. Die Initiative knüpfe an frühere populistische Kampagnen an, etwa zur «Überfremdung» oder «Masseneinwanderung». Neu sei die Verknüpfung von Migration mit Umweltschutz, die Abonji als «wiederbelebten Ökofaschismus» bezeichnet. Probleme wie Ressourcenknappheit würden so einseitig Migranten angelastet, während die eigentlichen Ursachen verschleiert würden. Der Begriff «Nachhaltigkeit» werde dabei missbraucht, um eine rassistische Politik als Schutz der Schweiz umzudeuten.
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