Der Schweizer Filmemacher Villi Hermann wurde mit dem Ehrenpreis des Schweizer Filmpreises ausgezeichnet. Seine Werke thematisieren wiederholt Migration und Klassenunterschiede. Sein Dokumentarfilm „Cerchiamo per subito operai, offriamo …“ von 1974 über Grenzgänger im Tessin wurde vom Schweizer Fernsehen als zu agitatorisch abgelehnt. Hermann, der selbst aus einfachen Verhältnissen stammt, sieht es als sein Anliegen, Menschen ohne Stimme eine zu geben. Er kritisierte die Ausbeutung in der Textilindustrie und den Rassismus nach der Schwarzenbach-Initiative. Ohne Matura ermöglichte ihm ein Stipendium den Weg an die London Film School. Nach dem Studium empfand er die Rückkehr ins Tessin als Kulturschock.
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