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Messer­an­griff in Winter­thur: Sechs Stunden reichen, um den Rechts­staat zu begraben

Das Lamm
Messer­an­griff in Winter­thur: Sechs Stunden reichen, um den Rechts­staat zu begraben

Das Lamm

Nach dem Messerangriff am Bahnhof Winterthur haben Politiker und Medien den Täter noch vor Abschluss der Ermittlungen als Terroristen bezeichnet. Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr nannte den Namen des Mannes und forderte seine Ausbürgerung, was eine schwere Persönlichkeitsverletzung darstellt. Auch Bundespräsident Guy Parmelin und SP-Nationalrätin Mattea Meyer übernahmen das Terror-Narrativ. Dabei wurde verschwiegen, dass der Angreifer kurz zuvor in einer psychiatrischen Klinik war. Medien wie der Tages-Anzeiger und Blick übernahmen die staatliche Vorverurteilung unkritisch und gaben rechtsstaatliche Grundsätze wie die Unschuldsvermutung preis. Die Autorin kritisiert, dass das staatliche Framing ein Versagen von Behörden und Psychiatrie verdecken solle.

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