Corine Mauch beschreibt ihren Amtsantritt als Zürcher Stadtpräsidentin als mehrfachen Neuanfang: Sie war nicht nur die erste Frau in diesem Amt, sondern auch das erste offen queere Mitglied der Exekutive. Anders als ihr Vorgänger Elmar Ledergerber suchte sie nicht die mediale Aufmerksamkeit, was sie zunächst unterschätzte. Zudem trat sie mitten im Wahlkampf ihr Amt an und musste sich als *prima inter pares* in einem erfahrenen Gremium behaupten. Trotz anfänglicher Herausforderungen betont Mauch die Bedeutung von Standfestigkeit und ermutigt Frauen, sich schwierigen Aufgaben zuzutrauen. Ihr sei es wichtig gewesen, das Klischee der „arroganten Zürcher“ zu widerlegen und auf Augenhöhe zu kommunizieren. Die Repräsentation der queeren Community durch eine offen queere Persönlichkeit bewertet sie als enorm wichtig für eine offene, vielfältige und solidarische Stadt.