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Poesiemaschine und Körperkunst

Journal21
Poesiemaschine und Körperkunst

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Rosa Barba, Trägerin des Zurich Art Prize 2026, zeigt im Haus Konstruktiv ihre Ausstellung «Thick Harmonies». Die in Deutschland lebende sizilianische Künstlerin und ETH-Professorin inszeniert ein Environment aus analogen Filmprojektoren, Screens, Skulpturen und Klängen. Alte Filmtechnik dient ihr als Leitmetapher für das Verständnis von Kunst und Kultur. Im Zentrum steht die technische Paradoxie des Kinos: Bewegtbilder entstehen erst durch kurze Schwarzblenden zwischen den Einzelbildern. Barba macht dieses Flimmern und Rattern sicht- und hörbar, etwa durch einen leeren Endlosfilmstreifen. In einer digitalen Bilderwelt der Überwältigung zelebriert sie so die Rückkehr zur magischen Verzauberung des analogen Films. Ihre Arbeit verweist darauf, dass zum Zustandekommen von Kunst ebenso das Dunkle gehört wie das Helle.

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