Vom Save the Date bis zum Aftermovie: Der 9. Teknofauchi Teknofauchi ist eine Technoparty, die ich zusammen mit Freundinnen und Freunden zweimal im Jahr organisiere. Den Namen verdankt sie dem Fauchi, dem Drachen auf Schloss Lenzburg, und genau dieser Drache zieht sich als roter Faden durch das gesamte visuelle Konzept der Party. Seit fünf Jahren gibt es das Event, seit drei Jahren gestalte ich die Flyer dafür. Unsere Flyer waren immer bewegt, also Videos für Social Media statt statische Bilder. Dieses Mal wollte ich etwas Neues machen: eine kleine Animation. Ich habe mich selbst eingescannt, in Blender dem Charakter einen Fischkopf und Froschfüsse verpasst und die Figur anschliessend in Mixamo gerigged. Schon hatte ich meinen eigenen kleinen Fremdling, der als Model für das Event herhalten musste. Daraus entstanden zwei Videos: ein Save the Date und der eigentliche Flyer. Parallel dazu habe ich versucht, das Haus in dem die Party stattfindet, selbst in die Szene einzubinden. Ein 3D-Scan des Tommasini-Gebäudes hat nicht so funktioniert wie erhofft, ein Versuch das Haus durch Fotos in ein 3D Objekt zu erstellen lief ein bisschen besser. Nur das Logo musste noch direkt an die Hauswand platziert werden. Den Eingangsbereich hingegen konnte ich erfolgreich mit einer 3D-Scan-App fürs Handy erfassen und in Blender integrieren. Dann ging es ans Zusammensetzen, Lichter setzen und die Kameraführung ausarbeiten. Ein hartnäckiger Lichtfehler auf dem Charakter liess sich mit Cycles und etwas Geduld lösen. Den eigentlichen Flyer habe ich in InDesign finalisiert, und für die musikalische Untermalung sorgte das Soundcloud-Set eines DJs, der die Teknofauchi-Community schon länger kennt und bereits früher dabei war. Was gut funktioniert hat Das Scannen des eigenen Körpers und die Weiterverarbeitung in Mixamo war ein spielerischer, aber effektiver Weg zu einem einzigartigen Charakter. Die Kombination aus persönlichem 3D-Scan und absurden Körperteilen passt gut zur Energie der Party und macht den Flyer unverwechselbar. Beim After Movie hat mir ausserdem geholfen, dass ich dieses Mal mit einem kleinen Konzept im Kopf an die Sache rangegangen bin. Ich wusste grob, welche Momente ich einfangen wollte, und konnte die Kamera danach auch wieder weglegen und die Party geniessen. Was nicht geklappt hat Der Versuch, das Tommasini per 3D-Scan zu erfassen, hat nicht den gewünschten Output geliefert. Das war frustrierend, weil das Haus einen grossen Teil des zu Beginn gedachten Flyers gewesen wäre. Die Lösung mit dem Logo an der Hauswand war pragmatisch und hat funktioniert. Im Flyer dann nur die zwei Hauswände zu zeigen, die akzeptabel wurden, bleibt ein Kompromiss, den ich beim nächsten Mal gerne besser lösen würde. Was ich mitnehme Blender macht mir schlicht Spass, und das merkt man dem Projekt hoffentlich an. Für die nächste Ausgabe würde ich früher mit dem Scannen anfangen und mehr Zeit einplanen, um das Tommasini als 3D-Element wirklich sauber integrieren zu können. Und beim After Movie gilt: weniger filmen, aber dafür überlegter. Ein bisschen Vorbereitung und ein grobes Konzept im Vorfeld machen einen riesigen Unterschied, sowohl für das Endprodukt als auch dafür, wie man den Abend selbst erlebt.